• 15.10.2026, 10:43:33
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Jahrestagung in Feldkirch: Kleinwasserkraft zwischen Trockenheit und Regulatorik

Feldkirch (OTS) - 

Der Verein Kleinwasserkraft Österreich wirft anlässlich seiner Jahrestagung am 15. und 16. Oktober einen Blick auf die vergangenen Monate. Neben bestehenden Belastungen wie dem Energiekrisenbeitrag-Strom (EKB-S) und überschießenden Sanierungsverordnungen war 2026 vor allem von Trockenheit geprägt. Diese Themen, weitere Neuerung und vieles mehr wird im Rahmen der Tagung im Montforthaus Feldkirch in Vorarlberg diskutiert.

Volle (Klein-)Wasserkraft voraus

Die Jahrestagung des Vereins Kleinwasserkraft Österreich gilt als einer der wichtigsten Branchentreffs im DACH-Raum. Etwa 400 Personen treffen sich heuer in Vorarlberg, um über die Zukunft der Kleinwasserkraft als wesentliche Säule eines zukunftsfähigen Energiesystems zu diskutieren.

Der diesjährige Austausch der Kleinwasserkraft-Branche wird auch durch den Hauptsponsor, die illwerke vkw AG und die Premiumsponsoren, die Tiroler Rohre GmbH und VERBUND ermöglicht.

Herausforderung Trockenheit

Eines der wichtigsten Themen des Sommers waren die ausbleibenden Niederschläge und die damit verbundenen niedrigeren Stromerträge von vielen Kleinwasserkraftwerken.

Die Themen Hydrologie, Niederschlagsentwicklung und Klimawandel werden im Rahmen der Tagung daher besonders intensiv behandelt.

„Bis heute hat sich die Trockenheit nicht entspannt. Umso wichtiger ist, die Entwicklungen genau im Blick zu behalten und gemeinsam daran zu arbeiten, die Kleinwasserkraft auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen langfristig als verlässliche Säule der Stromversorgung zu sichern.“, so Mag. Hannes Taubinger, Präsident des Vereins Kleinwasserkraft Österreich.

Alte und neue Regularien

Zusätzlich zur Trockenheit setzt der Energiekrisenbeitrag-Strom (EKB-S) Betreiber*innen unter Druck. Der Forderung von Kleinwasserkraft Österreich, den EKB-S abzuschaffen, wird aktuell nachgegangen: Das Höchstgericht hat ein Prüfungsverfahren eingeleitet, eine Entscheidung wird bis Ende des Jahres erwartet. „Die Erlösabschöpfung der vergangenen Jahre hat dem Ausbau der Kleinwasserkraft und damit der Erreichung der Energieziele jedenfalls massiv geschadet.“, so Dr. Paul Ablinger, Geschäftsführer des Vereins.

Auch das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) hat viel geändert: Kleinwasserkraft Österreich ist froh, dass es die ursprünglich geplanten Netzentgelte nicht in die finale Fassung des Gesetzes geschafft haben. Eine Infrastrukturabgabe sorgt trotzdem für zusätzliche Belastungen. Teilweise aufgewogen wird das unter anderem durch neue Vermarktungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Peer-to-Peer-Verträge. Diesem Thema wird am zweiten Tag der Jahrestagung ausreichend Raum gegeben.

Weniger Wirkung als eigentlich gehofft hatte das Inkrafttreten des Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes(EABG). Eigentlich hätte dieses den Weg für schnellere Genehmigungsverfahren auch für die Kleinwasserkraft ebenen sollen. Die im Gesetz enthaltenen Ausschlussstrecken und fehlende Beschleunigungsgebiete lassen jedoch viele Möglichkeiten ungenutzt.

„Die neu beschlossenen Gesetze des letzten Jahres verhindern eher den Ausbau der Kleinwasserkraft, als ihn zu ermöglichen – trotz unserer vielfachen, konstruktiven Vorschläge. Unsere Jahrestagung setzt ein klares Signal: Wer die Energieziele ernst nimmt, muss der Kleinwasserkraft die Möglichkeit geben, ihre Stärken weiterhin voll auszuspielen.“, so Taubinger abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Kleinwasserkraft Österreich
Dr. Paul Ablinger
Telefon: 0664/88253348
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.kleinwasserkraft.at

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