- 15.10.2026, 10:10:32
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SPÖ-Schatz zu Antisemitismus-Bericht: „Schutz und Sicherheit von Jüdinnen und Juden müssen oberste Priorität haben”
IKG legt Halbjahresbericht zu antisemitischen Vorfällen vor - Zahlen für SPÖ alarmierend und klarer Auftrag
671 antisemitische Vorfälle wurden im ersten Halbjahr 2026 von der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) in Österreich registriert, wie die IKG heute in ihrem Bericht bekannt gab. Damit ist die Zahl gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zwar leicht gesunken, liegt aber weiterhin mehr als doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2023, vor dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober. „Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen einmal mehr, dass Antisemitismus in Österreich nach wie vor ein massives Problem ist. Ein leichter Rückgang bei der Gesamtzahl darf keinesfalls Anlass sein, Entwarnung zu geben“, betont Sabine Schatz, SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur. ****
Besonders alarmierend sei, dass sich die Zahl der physischen Angriffe und Bedrohungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 mehr als verdoppelt hat. „Es ist eine Schande, dass sich Jüdinnen und Juden vor massiv steigenden Übergriffen fürchten müssen”, sagt Schatz. „Antisemitismus ist in allen Formen, in denen er auftritt, abzulehnen und darf nicht hingenommen werden”, so Schatz.
Vor allem die schwerwiegenden Vorfälle sind stark gestiegen: Zwölf physische Angriffe und 18 Bedrohungen wurden im ersten Halbjahr registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es fünf Angriffe und acht Bedrohungen. „Wenn Menschen aufgrund ihrer jüdischen Identität angegriffen oder bedroht werden, ist das ein unmissverständliches Warnsignal. Wir müssen alles daransetzen, dass Jüdinnen und Juden in Österreich sicher leben können”, fordert Schatz.
Für Schatz sind die Ergebnisse ein klarer Auftrag. „Wir müssen entschlossen handeln, wirksame Maßnahmen und ein klares gesellschaftliches Bekenntnis gegen Antisemitismus setzen. Der Schutz und die Sicherheit von Jüdinnen und Juden müssen oberste Priorität haben“, so Schatz, die auch auf die Strategie gegen Antisemitismus der Bundesregierung verweist. (Schluss) mf/bj
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