• 15.10.2026, 09:43:32
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FPÖ – Brückl: „Weniger Latein, weniger Bildung, weniger Niveau – Wiederkehr und Holzleitner opfern Unis der Mittelmäßigkeit“

FPÖ-Bildungssprecher kritisiert geplante Absenkung akademischer Anforderungen und warnt vor weiterer Nivellierung des Bildungsniveaus

Wien (OTS) - 

Deutliche Kritik übte heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl an den Plänen von NEOS-Bildungsminister Wiederkehr und SPÖ-Wissenschaftsministerin Holzleitner. Wie aktuellen Medienberichten zu entnehmen sei, würden die zuständigen Ressorts eine Reduktion der Latein-Nachweise an den Universitäten ausdrücklich begrüßen. „Dass nun auch NEOS und SPÖ für eine Reduktion der Latein-Nachweise an den Universitäten eintreten, ist ein bildungspolitischer Rückschritt. Wer Latein als verstaubtes Relikt abtut und die Anforderungen senkt, modernisiert unser Bildungssystem nicht, sondern betreibt eine weitere Nivellierung des Bildungsniveaus nach unten“, kritisierte Brückl.

Für den freiheitlichen Bildungssprecher ist Latein weit mehr als ein historisches Überbleibsel. Die Auseinandersetzung mit der lateinischen Sprache fördere das Verständnis grammatikalischer Strukturen, analytisches Denken und einen bewussten Umgang mit Sprache. Zudem bilde Latein für zahlreiche Fremdwörter und Fachbegriffe in Wissenschaft, Medizin, Recht und anderen Disziplinen eine wichtige Grundlage. „Wer diese Kompetenzen gering schätzt und bewährte Bildungsinhalte zurückdrängt, nimmt jungen Menschen wertvolles intellektuelles Rüstzeug. Gerade in anspruchsvollen Studienrichtungen braucht es eine solide sprachliche und analytische Basis. Es ist ein gefährlicher Trugschluss, zu glauben, dass sich die Qualität der akademischen Ausbildung durch immer niedrigere Anforderungen sichern lässt“, erklärte Brückl.

Dass nun auch die Universitäten ihre Zugangsvoraussetzungen anpassen sollen, wertete Brückl als bedenkliche Konsequenz einer verfehlten Bildungspolitik. Anstatt die Schüler in den Gymnasien bestmöglich auf ein Universitätsstudium vorzubereiten und bestehende Wissenslücken zu schließen, drohe eine Anpassung der Hochschulen an sinkende schulische Anforderungen. „Die Universitäten dürfen nicht zum Reparaturbetrieb für jene Defizite werden, die eine mutlose Bildungspolitik in den Schulen hinterlässt. Gerade angesichts von Sprachdefiziten und Problemen bei den Grundkompetenzen müsste die Politik alles daransetzen, das Bildungsniveau zu stärken, anstatt weitere Anforderungen abzubauen. Wer diesen Weg fortsetzt, gefährdet langfristig die Qualität der akademischen Ausbildung“, warnte Brückl.

„Wir Freiheitliche stehen für ein Bildungssystem, das junge Menschen fördert und fordert. Leistung, Wissen und Anstrengungsbereitschaft müssen wieder einen höheren Stellenwert erhalten. Notwendig sind klare Bildungsstandards, eine konsequente Vermittlung der Grundkompetenzen und eine gezielte Vorbereitung auf weiterführende Bildungswege. Unsere Jugend hat ein Recht auf höchste Bildungsqualität. Diese darf nicht einer falsch verstandenen Modernisierung geopfert werden, bei der die Anforderungen immer weiter abgesenkt werden, anstatt die Schüler bestmöglich auf Studium und Beruf vorzubereiten“, betonte Brückl.

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