- 15.10.2026, 08:30:37
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ACR-Awards 2026: Auszeichnung für KMU-Innovationen
Mit den ACR-Awards zeichnen ACR und BMWET Innovationen aus, die gemeinsam mit oder zum Nutzen von KMU und Start-ups entwickelt wurden.
Eine modulare Fassadenlösung für hocheffiziente Gebäudesanierungen, eine neuartige Methodik zur hochpräzisen Bauteil-Auslegung im 3D-Druck und virtuelle Brandprüfungen für sichere Bauprodukte – die im Rahmen der ACR-Enquete ausgezeichneten Innovationen zeigen, was entstehen kann, wenn wissenschaftliche Expertise, modernste technologische Infrastruktur und unternehmerischer Pioniergeist vereint werden. Es sind drei Beispiele heimischer Innovationskraft, die deutlich machen, worauf es im globalen Wettbewerb zunehmend ankommt: Exzellente Forschung muss rasch den Weg auf den Markt und in die Anwendung finden, um ihre Wirkung zu entfalten. Und das gelingt selten im Alleingang.
„Österreich und Europa verfügen über eine starke Forschungs- und Technologiebasis. Um als Wirtschaftsstandort langfristig wettbewerbsfähig und resilient zu sein, kommt es aber vor allem auch darauf an, Know-how und Ideen zeitnah in marktfähige Innovationen zu übersetzen. Die ACR nimmt hier eine wichtige Brückenfunktion ein. Sie bringt wissenschaftliche Erkenntnisse dorthin, wo daraus konkrete Lösungen und neue Wertschöpfung entstehen – in die Unternehmen“
, so Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus Wolfgang Hattmannsdorfer.
ACR-Präsidentin Iris Filzwieser ist überzeugt: „Fruchtbare Innovationen entstehen dort, wo Wissen geteilt wird und auf unternehmerischen Mut trifft. Die ACR, in der dieses Zusammenspiel seit Jahrzehnten gelebt wird, ist ein klares Erfolgsmodell für die Zukunft.“
Im Eröffnungsgespräch mit Staatssekretärin für Energie, Start-ups und Tourismus Elisabeth Zehetner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Angelika Sery-Froschauer sowie ACR-Vizepräsident Thomas Oberholzner ging es um die Frage, wie es gelingt, technologische Stärke schneller in Wettbewerbsfähigkeit zu übersetzen und welchen Beitrag die angewandte Forschung dabei leisten kann.
„Im globalen Wettbewerb zählt nicht nur, was wir erforschen, sondern vor allem auch, wie schnell daraus konkrete Anwendungen entstehen. Dafür brauchen wir starke Innovationsökosysteme, in denen Forschung und Wirtschaft gemeinsam an den Lösungen von morgen arbeiten. Die ACR-Institute zeigen, wie das gelingen kann. Durch den Wissens- und Technologietransfer hin zu KMU und Start-ups beschleunigen sie den Weg von der Forschung in den Markt“
, betont die Staatssekretärin für Energie, Start-ups und Tourismus Elisabeth Zehetner.
Auch für Angelika Sery-Froschauer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), ist gerade im KMU-Bereich neben dem Unternehmergeist vor allem die disziplinenübergreifende Kooperation entscheidend: „In den heimischen KMU steckt enormes Innovationspotenzial, doch gerade im Bereich der Forschung und Entwicklung stoßen sie ressourcentechnisch schnell an ihre Grenzen. Umso wichtiger sind verlässliche Partner, die Know-how und Infrastruktur niederschwellig zugänglich machen. Die ACR-Institute gehen hier mit gutem Beispiel voran.“
Den ACR Woman Award powered by FFG nahm diesmal Sylvia Polleres, die stellvertretende Institutsleiterin und Geschäftsführerin der Holzforschung Austria, entgegen. In einer mehr als 25-jährigen Karriere am Institut ist es der Forstwirtin gelungen, den Online-Bauteilkatalog dataholz.eu federführend zu einem multifunktionalen und international anerkannten Planungstool für den Holzbau aufzubauen. Mit der Auszeichnung erhält die Preisträgerin ein Freiticket für ein INNOVATORINNEN-Format der FFG. „Frauen leisten einen wesentlichen Beitrag zu Innovation und technologischer Entwicklung in Österreich. Mit den INNOVATORINNEN-Programmen der FFG geben wir diesen Leistungen eine noch stärkere Bühne, schaffen Möglichkeiten zur Vernetzung und bringen Frauen aus der angewandten Forschung zusammen. Der ACR Woman Award zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft und Expertise hier vorhanden ist“
, sagt Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.
Auch für Gründer*innen sind die ACR-Institute ideale Ansprechpartner, denn sie haben das Know-how und die Infrastruktur, um Ideen auf ihre Umsetzbarkeit zu überprüfen und zur Marktreife überzuführen. Der ACR Start-up Preis wird seit 2017 jährlich an ein innovatives Jungunternehmen verliehen und ging heuer an die 2nd Cycle FlexCo und das Österreichische Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI). Mit der weltweit ersten vollautomatisierten Hochdurchsatz-Prüfstraße für die Wiederverwendung ausgedienter Photovoltaik-Module machen sie die Sonnenenergie auch ressourcentechnisch zum Paradebeispiel für die grüne Transformation.
Einer der drei ACR-Innovationspreise 2026 ging an die DOMICO Dach-, Wand- und Fassadensysteme KG und das Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung, die in ihrem kooperativen Projekt „ProSim“ erstmals eine wissenschaftlich fundierte Methodik geschaffen haben, um Brandprüfungen für Bauprodukte virtuell zu simulieren. Für die Entwicklung einer modularen Fassadenlösung im Projekt „RENVELOPE“, die eine schnelle, effiziente und ressourcenschonende Modernisierung im Gebäudebestand ermöglicht, durften auch die Weissenseer Holz-System-Bau GmbH und AEE – Institut für Nachhaltige Technologien einen Preis entgegennehmen. Der dritte Innovationspreis 2026 ging an die M&H CNC Technik GmbH und das Österreichische Gießerei-Institut, denen im Projekt „3D-MeKuh“ ein Meilenstein für die präzisere Auslegung 3D-gedruckter Metall-, Polymer- und Hybridbauteile gelungen ist.
Weiterführende Informationen zu allen Preisträgern finden Sie unter https://www.acr.ac.at/acr-awards/
Rückfragen & Kontakt
ACR - Austrian Cooperative Research
Mag. Rita Kremsner
Sensengasse 3/3/3
1090 Wien
E-Mail: [email protected]
Website: https://acr.ac.at
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