- 15.10.2026, 05:00:53
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Greenpeace-Check: BIPA erste Drogeriekette ohne PFAS-Gifte in Eigenmarken-Kosmetik
Von den Unternehmen BIPA, dm und Müller verzichtet BIPA als einzige Drogerie auf PFAS in Kosmetik- und Pflege-Eigenmarken - Greenpeace fordert Ende der Ewigkeitsgifte im Handel
Greenpeace zeigt mit einer aktuellen Händlerbefragung (act.gp/Drogerien-PFAS): BIPA verbietet als einzige der drei befragten großen Drogerieketten den Einsatz von PFAS in den Kosmetik- und Pflege-Eigenmarken. Damit zeigt das Unternehmen, dass eine große Drogerie in diesem Bereich ohne Ewigkeitsgifte auskommt. Auch dm hat PFAS weitgehend aus seinen Eigenmarken verbannt. Einzig die Drogerie Müller äußert sich nicht zu PFAS in ihrer Eigenmarken-Kosmetik. Es ist zu befürchten, dass hier teils gesundheitsschädigenden Ewigkeitsgifte weiter zum Einsatz kommen. Greenpeace fordert deshalb alle Drogerien und Kosmetikhersteller auf, PFAS schnellstmöglich aus all ihren Produkten zu verbannen.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich: „BIPA zeigt, dass Kosmetik und Pflege auch ohne Ewigkeitsgifte gehen. Was bei einem großen Drogeriehändler bereits heute möglich ist, muss jetzt zum Standard für den gesamten Markt werden. Kein Mensch braucht PFAS-Gifte in der Gesichtscreme, der Zahnseide oder den Rasierklingen. Jetzt müssen auch die anderen Händler nachziehen und PFAS aus ihren Produkten verbannen.“
BIPA zeigt: Kosmetik ohne PFAS ist möglich
BIPA macht vor, dass ein großer Händler bereits heute auf den Einsatz von PFAS in Kosmetik und Pflege verzichten kann. Das bestätigt auch die aktuelle Greenpeace-Befragung der drei großen Drogerieketten in Österreich: BIPA erreicht acht von zehn Punkten und liegt damit vor der Drogerie dm mit sieben Punkten. dm schneidet schlechter ab, weil sie das PFAS-Polymer PTFE, besser bekannt als Teflon, nach eigenen Angaben noch in zwei Rasierklingen und einem Zahnband seiner Eigenmarken einsetzen, arbeiten aber bereits am Ersatz. Bei Labor-Kontrollen der Kosmetika auf PFAS schneidet dm besser ab als BIPA. Müller beantwortete zentrale Fragen zu PFAS in seinen Eigenmarken nicht und erreicht nur 0,75 Punkte.
PFAS stecken in zahlreichen Alltagsprodukten, die Menschen jeden Tag direkt auf ihrer Haut tragen. Die Chemikalien können Produkte beispielsweise wasserabweisend machen oder ihre Gleiteigenschaften, wie bei Rasierklingen, verbessern. Einmal in die Umwelt gelangt, werden sie aber kaum abgebaut. Einige PFAS können zudem die Gesundheit schädigen und Krebs erregen.
Greenpeace fordert PFAS-Ausstieg im gesamten Handel
Greenpeace fordert alle Drogerien und Kosmetikhersteller auf, dem Beispiel von BIPA zu folgen und den bewussten Einsatz sämtlicher PFAS in ihren Kosmetik- und Pflegeprodukten zu beenden. Auch bei dm müssen die letzten Produkte jetzt endlich PFAS-frei werden. Schlusslicht Müller muss endlich offenlegen, inwieweit PFAS in den Eigenmarken eingesetzt werden und welche Kontrollen es hier gibt. Bei Händlern müssen klare Vorgaben für Lieferanten und regelmäßige Kontrollen sicherstellen, dass PFAS nicht mehr in den Regalen landen. Gleichzeitig fordert Greenpeace von Umwelt- und Chemikalienminister Norbert Totschnig, ein nationales PFAS-Verbot für Kosmetik- und Pflegeprodukte voranzutreiben und sich auf EU-Ebene auf ein Verbot aller PFAS einzusetzen.
Die gesamten Ergebnisse der Greenpeace-Drogeriebefragung: act.gp/Drogerien-PFAS
Inhalte auf einen Blick
- Anlass: Bei Greenpeace-Händlerbefragung zu PFAS in Kosmetik- und Pflege-Eigenmarken der drei großen österreichischen Drogerieketten in Österreich geht BIPA als Sieger hervor.
- Ergebnis: BIPA verzichtet bei Eigenmarken-Kosmetik und -Pflege auf PFAS (8/10 Punkte). dm setzt PFAS noch in drei Eigenmarkenprodukten ein (7/10) , bei Müller herrscht Intransparenz (0,75/10).
- Hauptforderung: Greenpeace fordert vom Handel garantiert PFAS-freie Kosmetika sowie von Umweltminister Totschnig ein nationales und EU-weites Verbot.
- Adressat:innen: Österreichischer Drogerie- und Kosmetikhandel, Umwelt- und Chemikalienminister Norbert Totschnig.
- Quelle / Material: Greenpeace Österreich / act.gp/Drogerien-PFAS
Rückfragen & Kontakt
Madeleine Drescher
Konsumexpertin
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 664 8817 2243
E-Mail: [email protected]
Magnus Reinel
Pressesprecher
Greenpeace Österreich
Tel.: + 43 664 8817 2210
E-Mail: [email protected]
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