- 14.10.2026, 14:50:32
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Österreichische Ärztekammer vergibt Pressepreis
Der ÖÄK-Pressepreis für 2025 wurde an Ursula Theiretzbacher und Sonja Krause verliehen.

Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Johannes Steinhart, vergab heute, Mittwoch, den „Preis für besondere publizistische Leistungen im Interesse des Gesundheitswesens“. Seit 1975 zeichnet die ÖÄK mit diesem Preis journalistische Arbeiten aus, die gesundheitspolitische Themen objektiv, umfassend und nachvollziehbar darstellen. Für das Jahr 2025 wurden Ursula Theiretzbacher von Ö1 und Sonja Krause von der Kleinen Zeitung prämiert. „Die Arbeiten der beiden Preisträgerinnen überzeugen mit Faktentreue, Präzision und fundierter Recherche", erklärte Steinhart.
Ursula Theiretzbacher schildert in ihrem Beitrag für Ö1 („Journal Panorama“) zum Thema Tourette-Syndrom eindrucksvoll, welche enorme Belastung die Erkrankung für die Betroffenen sowohl körperlich als auch im sozialen Kontext darstellen kann. Medizinerinnen und Mediziner sowie Therapeuten aus Österreich und Deutschland berichten über die möglichen Ursachen der noch zu wenig erforschten Erkrankung sowie über wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Abmilderung der Krankheit. „Besonders beindruckend sind die Schilderungen von betroffenen Personen, die Ursula Theiretzbacher in ihrer Sendung ebenfalls zu Wort kommen lässt. Sie erzählen ganz offen über ihren Leidensdruck, aber auch darüber, wie sie es geschafft haben, ihre Krankheit in den Griff zu bekommen“, lobte Steinhart.
Sonja Krause deckt mit ihren Arbeiten für die Kleine Zeitung ein weites Spektrum an aktuellen, gesundheitspolitisch brisanten Themen ab. Neben ihren Beiträgen zu Portalambulanzen, Geriatrie und Corona konnte sie vor allem mit ihrer Reportage über Gerichtsmedizin überzeugen. Sie gibt darin Einblick in das vielseitige Betätigungsfeld, das sich von Institutsarbeit über Lokalaugenscheine an Tatorten bis hin zu Aussagen vor Gericht erstreckt, thematisiert aber auch den zunehmenden Mangel an Gerichtsmedizinern. „Sonja Krause beschreibt kurzweilig und atmosphärisch die spannenden und abwechslungsreichen Aufgaben der Gerichtsmedizin und räumt dabei auch mit dem verbreiteten Mythos auf, dass Gerichtsmediziner den ganzen Tag im Keller verbringen und dort nur Leichen aufschneiden würden“, strich Steinhart hervor.
Im Kampf um ein starkes, solidarisches Gesundheitssystem brauche es auch guten Journalismus, der die Mängel im System einer breiten Öffentlichkeit zugänglich mache und damit auch den Druck auf Entscheidungsträger erhöhe, betonte Steinhart und ergänzte: „Ursula Theiretzbacher und Sonja Krause sind zwei Journalistinnen, die ihr Handwerk verstehen und diesem Anspruch voll und ganz gerecht werden.“
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Mag. Ilona Gschmeidler
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