• 14.10.2026, 12:32:02
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WKÖ: 20 Jahre Marketplace for Food & Beverages öffnen Türen für Österreichs Lebensmittel-Export

Jubiläum für Österreichs größten exportorientierten Treffpunkt der Lebensmittel- u. Getränkebranche – Rund 100 heimische Aussteller:innen trafen Einkäufer:innen aus rund 40 Ländern

Wien (OTS) - 

Seit 20 Jahren bringt der „Marketplace Austria for Food & Beverages“ der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA heimische Lebensmittel- und Getränkeproduzent:innen mit internationalen Einkäufer:innen zusammen. Bei der Jubiläumsausgabe präsentierten etwa 100 österreichische Aussteller:innen ihre Produkte. Rund 250 Teilnehmer:innen, darunter Einkäufer:innen aus beinahe 40 Nationen weltweit, nutzten die Veranstaltung, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen, Absatzmärkte zu erschließen und sich über aktuelle Trends der Branche auszutauschen.

Was vor zwei Jahrzehnten als Plattform zur internationalen Geschäftsanbahnung startete, hat sich zum größten exportorientierten Treffpunkt Österreichs für internationale Einkäufer:innen im Nahrungsmittel- und Getränkebereich entwickelt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten verzeichnete der Marketplace mehr als 4.500 Unternehmens-Teilnahmen, davon über 1.700 aus Österreich und mehr als 2.900 aus mehr als 45 Ländern. Bei rund 30.000 B2B-Meetings wurden Kontakte geknüpft, Kooperationen angebahnt und Geschäftsmöglichkeiten ausgelotet.

Leistungsschau für Lebensmittel und Getränke „Made in Austria“

Lebensmittel aus Österreich genießen weltweit einen hervorragenden Ruf. Heimische Exporteur:innen sind mit ihren Produkten in mehr als 180 Märkten vertreten und punkten mit Qualität, Innovation, regionaler Vielfalt und nachhaltigen Angeboten. „20 Jahre Marketplace Austria stehen für 20 Jahre gelebte Exportunterstützung. Wir vernetzen österreichische Unternehmen mit internationalen Einkäufer:innen und schaffen daraus konkrete Geschäftschancen“, betonte WKÖ-Vizepräsidentin Bettina Dorfer-Pauschenwein.

Neben der Geschäftsanbahnung standen bei der 20. Ausgabe aktuelle internationale Food-Trends und neue Entwicklungen in wichtigen Exportmärkten auf dem Programm. Die Teilnehmer:innen erhielten Einblicke in Veränderungen bei Konsumgewohnheiten, Nachfrage und Sortimenten.

Ein Highlight des Jubiläumsprogramms war die Keynote von Franz Gruber vom Gruber’s Restaurant in Köln. Der österreichische Gastronom und Koch zeigte anhand seiner Erfolgsgeschichte, wie er österreichische Küche und Qualitätsprodukte seit vielen Jahren erfolgreich am deutschen Markt etabliert.

„Österreichs Lebensmittelwirtschaft ist international erfolgreich, aber die Rahmenbedingungen verändern sich laufend. Umso wichtiger ist es, Entwicklungen früh zu erkennen, neue Märkte in den Blick zu nehmen und sich breit aufzustellen. Mit dem weltweiten Netzwerk und der Expertise unserer AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA unterstützen wir die heimischen Unternehmen genau dabei“, so Dorfer-Pauschenwein.

Agrar- und Lebensmittelexporte legten wertmäßig zu

Wie wichtig das internationale Geschäft für die Branche ist, zeigen auch die Exportzahlen. Die Agrarausfuhren Österreichs (Zollkapitel 1 bis 24) stiegen im Jahr 2025 um drei Prozent auf über 17 Milliarden Euro. Der daraus wichtigste Bereich, die Erzeugnisse der österreichischen Lebensmittelindustrie (Zollkapitel 16 bis 24) erreichten im Jahr 2025 ein Exportvolumen von fast 11 Milliarden Euro (+1,3 Prozent gegenüber 2024).

Mehr als 80 Prozent der Agrarausfuhren gingen im Jahr 2025 in die EU, fast 20 Prozent in Drittstaaten. Wichtigster Agrarpartner ist Deutschland mit knapp 40 Prozent der Agrarexporte. Die Ausfuhren in die zehn wichtigsten Agrar-Exportmärkte legten 2025 um 4,6 Prozent zu. Im Bereich der Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie sind Deutschland, Italien und die Niederlande die drei wichtigsten Exportdestinationen; insgesamt stiegen diese Exporte von Lebensmitteln, Getränken und Futtermittel in ihre Top-10-Märkte um 4,3 Prozent gegenüber 2024. Zu den bedeutendsten Auslandsmärkten – neben der EU – zählten im Jahr 2025 die Schweiz, das Vereinigte Königreich, Brasilien und die USA.

US-Exporte bei Lebensmitteln stark eingebrochen

Wie unterschiedlich sich einzelne Märkte entwickeln können, zeigte im Vorjahr insbesondere das Beispiel USA: Die Exporte der Lebensmittelindustrie in die Vereinigten Staaten gingen um mehr als 40 Prozent zurück, im Agrarbereich betrug das Minus mehr als 36 Prozent. Gleichzeitig konnten beide Sektoren ihre Exporte in den Mercosur-Raum steigern.

Umso wichtiger bleibt die Diversifizierung der Absatzmärkte. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA begleitet heimische Unternehmen mit ihrem weltweiten Netzwerk und ihrer Exportexpertise bei der Erschließung und Bearbeitung internationaler Märkte.

Die Veranstaltung „Marketplace Austria for Food & Beverages“ erfolgte im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus sowie der Wirtschaftskammer Österreich, sowie in Kooperation mit Enterprise Europe Network - EEN Austria, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, FV der Lebensmittelindustrie, AMA und ÖWM. (PWK543/ST)

Informationen über das Kooperationsforum bzw. Fotos zum Download (ab 16.10.) finden Sie unter: www.marketplacefood.at

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