- 14.10.2026, 11:40:32
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EEÖ: Klimaneutralität bis 2040 schafft Standortvorteil für Österreichs Wirtschaft
Dachverband der Erneuerbaren unterstützt breites Bündnis für konsequenten Klimaschutz
Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) unterstützt die aktuellen Forderungen eines breiten Bündnisses aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Landwirtschaft und Umweltschutz nach wirksamem Klimaschutz. Unter Federführung von Fridays for Future Austria fordert das Bündnis unter anderem, Klimaneutralität bis 2040 verbindlich im neuen Klimagesetz zu verankern und wirksame Konsequenzen bei der Verfehlung von Klimazielen vorzusehen.
„Öl, Gas und Kohle sind längst zu einem massiven Problem geworden – für unsere Gesundheit, unsere Versorgungssicherheit und unseren Wohlstand. Österreich steckt weiterhin in der fossilen Kostenfalle. Gleichzeitig hat der heißeste Sommer der Messgeschichte fast 1000 Hitzetote und massive Ernteausfälle verursacht. Die Regierung darf angesichts dieser Entwicklungen nicht zur Tagesordnung übergehen. Sie muss den Klimaschutz konsequent stärken und Österreichs Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zügig zurückdrängen“
, so Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin von Erneuerbare Energie Österreich.
Ambitionierte Umweltstandards stärken Standort und Wettbewerbsfähigkeit
Ambitionierte Umweltstandards und ein klarer Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040 sichern heimischen Unternehmen auf internationalen Märkten einen Vorsprung und wirken sich damit als Standortvorteil aus, betont der EEÖ. Für ein rohstoffarmes Land wie Österreich sind Know-how, Innovation und technologische Exzellenz zentrale Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Ob erneuerbare Energie, Kreislaufwirtschaft oder die Ressourceneffizienz – Energie- und Umwelttechnologien bieten große Chancen: sie eröffnen neue Märkte und schaffen Wachstum und Beschäftigung. Auch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zählt Umwelttechnologien zu den größten Wachstumsmärkten.
„Investitionen in erneuerbare Energien und andere Umwelttechnologien stärken die heimische Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze. Gleichzeitig machen sie Österreich unabhängig von fossilen Energieimporten und den damit verbundenen Krisen und Preisschwankungen. Klimaschutz ist deshalb nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch ein Wirtschaftsmotor. Mit klaren Zielen und verlässlichen Rahmenbedingungen kann Österreich diese Chance nutzen und seinen Standort langfristig stärken“
, so Prechtl-Grundnig.
Ambitionierte Umweltstandards haben sich bereits in der Vergangenheit bewährt, so der EEÖ und verweist auf Beispiele wie die Abgasreinigung, die Katalysatortechnik oder Effizienzgewinne in der Papierindustrie. Die österreichische Umwelttechnik ist heute international erfolgreich. 2023 erwirtschafteten rund 3.326 Unternehmen mit 57.800 Beschäftigten 21,42 Milliarden Euro Umsatz. Davon entfielen 15,11 Milliarden Euro auf Exporte.
Klare Orientierung und wirtschaftliche Stabilität
Während klare Leitlinien für ein klimaneutrales Österreich bis 2040 aus Sicht des EEÖ die Wirtschaft stärken würden, wird diese durch die hohe Abhängigkeit von Öl und Gas geschwächt. Überschwemmungen, Hitzewellen und Dürren als Folgen der Klimakrise dürften insbesondere Österreich künftig vor große Herausforderungen stellen. Laut Sachstandsbericht zum Klimawandel steigt die Temperatur hierzulande doppelt so stark wie im weltweiten Durchschnitt. Gleichzeitig ist Österreich seit Jahren von den Folgen fossiler Energiekrisen betroffen. Erst im September trug der Iran-Konflikt wesentlich zum Anstieg der Inflation auf 3,5% bei.
„Österreich hat beim Ausbau erneuerbarer Energie, beim Umstieg auf klimafreundliches Heizen und bei der Elektromobilität bereits wichtige Fortschritte erzielt und bietet dafür entscheidende Technologien an. Weiterhin fehlen aber verbindliche und ambitionierte Klimaziele als klare politische Leitlinien. Sie sorgen für den nötigen Rückenwind für unsere Wirtschaft und schaffen Orientierung für Haushalte und Unternehmen. Das stärkt den Standort Österreich“
, so Prechtl-Grundnig abschließend.
Am 16. Oktober protestieren Fridays For Future in Kooperation mit Global2000, WWF, Volkshilfe Österreich, Caritas, aufstehn.at und vielen anderen unter dem Motto: “Ohne Klimaschutz ist alles nix!”
Als Dachverband Erneuerbare Energie Österreich unterstützen wir den Protest für wirksamen Klimaschutz in Österreich.
Mehr Informationen hier: https://fridaysforfuture.at/events/grossstreik
Rückfragen & Kontakt
Erneuerbare Energie Österreich
Mag.a Judith Brockmann
Telefon: 0664 34 36 129
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.erneuerbare-energie.at
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