- 14.10.2026, 10:38:02
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WKÖ-Schultz begrüßt Unterzeichnung der „Made in Europe“-Deklaration
„Made in Europe“-Deklaration setzt entscheidende Impulse zur Stärkung des Industriestandorts und des Wirtschaftswachstums
„Angesichts der geopolitischen Herausforderungen ist die Stärkung des Industriestandorts Österreichs und Europas ein Gebot der Stunde“, sagt Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) anlässlich der heutigen Unterzeichnung der „Made in Europe“-Deklaration im Bundeskanzleramt in Wien. „Mit der Deklaration ‚Made in Europe‘ bekennen sich Bundesregierung und staatsnahe Unternehmen nun dazu, bei öffentlichen Investitionen und Beschaffungen stärker auf europäische Wertschöpfung zu setzen. Die Industrie ist Innovationsmotor und treibende Kraft für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Umso wichtiger ist es, unsere industrielle Basis zu sichern und auszubauen und dabei auch bewährte internationale Handelspartner miteinzubeziehen“, betont Schultz.
Wie notwendig gezielte Impulse sind, zeigen die aktuellen Herbstprognosen von WIFO und IHS, die ebenfalls heute, Mittwoch vorgelegt wurden. Die österreichische Wirtschaft erholt sich zwar, von einem echten Aufschwung sind wir jedoch noch entfernt. Das WIFO erwartet für 2026 ein reales BIP-Wachstum von 0,9 Prozent und für 2027 von 1,3 Prozent. Das IHS rechnet mit einem Wachstum für heuer von 0,8 Prozent und für 2027 von 1,0 Prozent. Damit bleibt die aktuelle Konjunkturerholung deutlich hinter früheren Aufschwungphasen zurück.
Nach einer langen Schwächephase trägt laut WIFO-Prognose die Industrie nun wieder wesentlich zur Erholung bei, zugleich dämpfen hohe Energiepreise, schwacher Konsum, steigende Finanzierungskosten und die Budgetkonsolidierung die Dynamik weiterhin. „Dass sich die Industrie nun endlich zu erholen beginnt, ist ein gutes Zeichen, das wir mit der „Made in Europe“-Initiative stärken müssen“, sagt Schultz. „Öffentliche Vergaben und Beschaffungen sind ein starker Hebel, um europäische Produktionskapazitäten zu sichern, Investitionen anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu stärken.“
Entlastungen schaffen Spielraum für Investitionen
„Damit in Österreich aus der zaghaften wirtschaftlichen Erholung ein tragfähiger Aufschwung wird, brauchen die Unternehmen verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen“, betont WKÖ-Präsidentin Schultz. Insbesondere seien weitere spürbare finanzielle und bürokratische Entlastungen sowie die rasche Umsetzung wirksamer Investitionsanreize notwendig. Besonders dringlich bleibt die Entlastung bei den Energiekosten. Der neuerliche Energiepreisschub treibt laut WIFO die Inflation und belastet Kaufkraft, Margen und Wettbewerbsfähigkeit. Gerade weil die Industrie die Erholung trägt, dürfen hohe Energiepreise diese Dynamik nicht erneut ausbremsen.
„Die konjunkturelle Erholung ist eine Chance, aber kein Selbstläufer. Die Wirtschaftspolitik muss jetzt konsequent auf Entlastung, Investitionen und Wachstum ausgerichtet werden, damit aus den ersten positiven Signalen ein nachhaltiger Aufschwung mit mehr Innovation, Beschäftigung und Wertschöpfung entsteht“, so Schultz abschließend. (PWK540/PAT)
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