• 14.10.2026, 10:12:04
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Praxis.Dialog des Hilfswerk Salzburg

Neue Ideen finden, Menschen vernetzen

Hermann Hagleitner, Geschäftsführer Hilfswerk Salzburg, Michael
Schiemer, geschäfts-führender Gesellschafter der LICA Life Care
GmbH, Alexander Loidl, Geschäftsführer PflegeZeit, Christian
Struber, Präsident Hilfswerk Salzburg, Raimund Ribitsch,
Präsi-dent-Stellvertreter, Andreas Weiss Geschäftsführer Mavie Work,
Rainer Planinc, Ge-schäftsführer von cogvis, Gregor Tragl, Uniqa
Verticals, Elke Schmiderer, Geschäftsfüh-rerin Hilfswerk Salzburg.
Puch bei Hallein/Salzburg (OTS) - 

Unter dem Titel „Digitalisierung, die Menschen stärkt“ kamen im Wissenspark Urstein Vertreter*innen aus Sozialwirtschaft, Gesundheit und Technologie zusammen, um konkrete Lösungen kennenzulernen und gemeinsam deren Potenzial für die Praxis zu diskutieren.

Der steigende Pflegebedarf, die Belastung pflegender Angehöriger und der zunehmende Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden stellen soziale Dienstleister vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, neue Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen, unterschiedliche Erfahrungen zusammenzuführen und offen zu prüfen, welche Ansätze im Pflege- und Betreuungsalltag tatsächlich einen Mehrwert schaffen können.

Genau hier setzt das neue Format an: Der Verein Hilfswerk Salzburg versteht sich als Drehscheibe für Ideen, Wissen und neue Möglichkeiten. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Technologien, sondern der Austausch darüber, wie Innovationen sinnvoll eingesetzt und aus unterschiedlichen Ansätzen tragfähige Lösungen entwickelt werden können.

Vier Perspektiven auf Pflege und Gesundheit

Vier Unternehmen gaben Einblick in ihre Entwicklungen und zeigten unterschiedliche Zugänge zu aktuellen Herausforderungen.

Das österreichische Unternehmen cogvis präsentierte einen 3D-Sensor, der Stürze von beispielsweise Bewohner*innen von Seniorenpflegeheimen automatisch erkennen und Pflegekräfte verständigen kann. Die Technologie arbeitet ohne herkömmliche Videoaufnahmen und ermöglicht auch die Analyse von Bewegungsmustern, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.

„Unsere Technologie hilft, kritische Situationen rasch zu erkennen und gleichzeitig die Privatsphäre der betreuten Menschen zu schützen“, erklärt Rainer Planinc, Geschäftsführer von cogvis.

Die LICA Life Care GmbH präsentierte eine App, die soll die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und professionellen Pflegekräften erleichtern. Aufgaben, Gesundheitswerte und wichtige Veränderungen können dokumentiert und Informationen zwischen mehreren Betreuungspersonen ausgetauscht werden.

„Wenn alle Beteiligten gut informiert sind und an einem Strang ziehen, wird die Betreuung zu Hause für alle leichter und sicherer“, weiß Michael Schiemer, geschäftsführender Gesellschafter der LICA Life Care GmbH.

Mit der Gesundheitsvorsorge von Beschäftigten beschäftigt sich Mavie Work. Das Unternehmen bietet unter anderem Gesundheitschecks direkt am Arbeitsplatz an, deren Ergebnisse digital verfügbar sind und mit Gesundheitscoaches besprochen werden können. Ergänzt wird das Angebot durch Programme zu Bewegung, Ernährung und psychischer Gesundheit.

„Gesundheitsvorsorge muss einfach zugänglich sein. Wir möchten Menschen dabei unterstützen, langfristig gesund zu bleiben“, erklärt Geschäftsführer Andreas Weiss.

Das oberösterreichische Social Start-up PflegeZeit wiederum entwickelt digitale Beschäftigungsangebote für ältere Menschen. Über Tablets können Pflegekräfte beispielsweise Gedächtnisübungen, Musikangebote und Bewegungsprogramme in der Arbeit mit Menschen mit Unterstützungsbedarf einsetzen. Die Plattform unterstützt auch bei der Vorbereitung und Dokumentation der Aktivitäten.

„Digitale Technologien können ältere Menschen aktivieren, Gemeinschaft fördern und gleichzeitig Pflegekräfte im Alltag entlasten“, sagt Gründer und Geschäftsführer Alexander Loidl.

Austausch als Ausgangspunkt für neue Lösungen

Für das Hilfswerk Salzburg ist die aktive Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen ein wesentlicher Teil der langfristigen und stetigen Weiterentwicklung. Dabei geht es nicht darum, Technologie, um ihrer selbst willen einzusetzen, sondern interessante Ansätze zu entdecken, Menschen miteinander zu vernetzen und aus unterschiedlichen Erfahrungen das Beste für die Praxis zu entwickeln.

„Wir wollen als Hilfswerk eine Drehscheibe sein, die neue Ideen aufgreift und Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammenbringt. Nicht jede neue Technologie ist automatisch eine gute Lösung. Entscheidend ist, gemeinsam herauszufinden, was unsere Kundinnen und Kunden bestmöglich unterstützt, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet und sich im Alltag bewährt“, betont Hilfswerk-Präsident Christian Struber.

Im anschließenden World-Café diskutierten die Teilnehmer*innen über mögliche Einsatzbereiche, notwendige Voraussetzungen sowie Fragen des Datenschutzes und der Wirtschaftlichkeit. Neben den konkreten Anwendungen standen dabei auch neue Kontakte, gemeinsame Fragestellungen und mögliche Kooperationen im Mittelpunkt.

Drehscheibe für soziale Innovation

Das Fazit: Gute Lösungen entstehen dort, wo neue Ideen auf praktische Erfahrung treffen. Mit dem „Praxis.Dialog“ möchte der Verein Hilfswerk Salzburg diesen Austausch auch künftig fördern und seine Rolle als verbindende Drehscheibe für soziale Innovation weiter stärken.

Große Hilfe, ganz nah

Der Verein Hilfswerk Salzburg ist ein führender gemeinnütziger Träger der freien Wohlfahrt in Österreich.

Rückfragen & Kontakt

Hilfswerk Salzburg

Mag. Theresa Kaserer-Peuker
Telefon: 0043 676 8260 1011
E-Mail: [email protected]
Website: hilfswerk.at/salzburg

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