- 14.10.2026, 10:03:03
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Ein Vierteljahrhundert neuer Perspektiven exklusiv für Frauen: Wiener Hilfswerk feiert Jubiläen seiner betreuten Wohnhäuser

Das Haus Tivoligasse besteht seit 25 Jahren, das Haus Bürgerspitalgasse seit 20 Jahren – zwei stationär betreute Wohnhäuser des Wiener Hilfswerks bieten Frauen in schwierigen Lebenssituationen ein sicheres Zuhause und professionelle Unterstützung auf dem Weg in ein selbstbestimmteres Leben.
Gleich zwei Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe des Wiener Hilfswerks haben einen besonderen Grund zum Feiern: Das stationär betreute Wohnhaus in der Tivoligasse und das Haus Bürgerspitalgasse. Beide Häuser bieten Frauen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern einen geschützten Rahmen, in dem Stabilisierung und persönliche Entwicklung möglich werden. In der Tivoligasse stehen 60 Wohnplätze, in der Bürgerspitalgasse 34 Wohnplätze zur Verfügung. Im stationär betreuten Wohnen gibt es sozialarbeiterische Unterstützung sowie lebenspraktische Hilfe im Wohnalltag und bei der Aufrechterhaltung der eigenen Gesundheit. So wird eine wichtige Grundlage entwickelt, um gemeinsam mit den Bewohnerinnen neue Perspektiven zu entwickeln.
Das Haus Tivoligasse wurde vor mittlerweile einem Vierteljahrhundert eröffnet und ist eines der ersten stationär betreuten Wohnhäuser mit diesem Schwerpunkt in Wien. Im Haus Bürgerspitalgasse gibt es seit über 20 Jahren Stabilität und ein neues zu Hause – für Frauen mit komplexen Mehrfachproblematiken, zum Beispiel psychischen und sozialen Problemen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind.
„Wohnen ist ein Grundrecht und Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Für Frauen, die Wohnungslosigkeit erlebt haben, schafft ein eigener Wohnraum Sicherheit, Privatsphäre und die Möglichkeit, wieder über das eigene Leben zu bestimmen. In unseren beiden stationär betreuten Wohnhäusern für ehemals obdach- oder wohnungslose Frauen können unsere Bewohnerinnen langfristig bzw. dauerhaft ankommen und ihr Leben in größtmöglicher Selbstbestimmtheit gestalten. Wir bieten den stabilen Rahmen und unterstützen individuell dort, wo es gebraucht wird“, so Simon Blatzer, Geschäftsführer des Wiener Hilfswerks über die Arbeit in der Wohnungslosenhilfe.
„Vor allem Frauen, die in verdeckter Wohnungslosigkeit leben, sind oft schwer zu erreichen. Ihre Wohnungslosigkeit bleibt häufig lange unsichtbar. 2025 waren mehr als ein Drittel der FSW-Kund:innen im Bereich Obdach- und Wohnungslosigkeit weiblich. Daher sind gerade niederschwellige, frauenspezifische Angebote, die Schutz und Sicherheit bieten und individuelle Unterstützung ermöglichen, wichtig. Einrichtungen wie die Wohnhäuser Tivoligasse und Bürgerspitalgasse des Wiener Hilfswerks leisten einen essentiellen Beitrag, um ehemals wohnungslosen Frauen jene Stabilität und Sicherheit zu geben die sie brauchen, und eröffnen damit neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Ich gratuliere herzlich zu einem Vierteljahrhundert dieser wertvollen Arbeit für Frauen in unserer Stadt“, so Susanne Winkler, Geschäftsführerin im Fonds Soziales Wien.
Wohnungslosigkeit trifft Frauen anders
Wohnungslosigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Besonders für Frauen ergeben sich große Problemlagen und Risiken, gezielte Unterstützungsmechanismen sind nötig. Einrichtungen wie das Haus Tivoligasse und das Haus Bürgerspitalgasse schaffen einen sicheren Ort, an dem Frauen zur Ruhe kommen, Stabilität gewinnen und mit professioneller Unterstützung an ihren individuellen nächsten Schritten arbeiten. Dabei steht die einzelne Person mit ihrer Lebensgeschichte und ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt. Die Unterstützung reicht von Fragen rund um das Wohnen bis hin zu gesundheitlichen und sozialen Themen. Gemeinschaftliche und kreative Angebote sind wichtiger Teil des Lebens in den Häusern.
„Das Schöne ist hier, dass man trotz allem für sich alleine sein kann, wenn man das möchte. Man kann aber auch die Gemeinsamkeit genießen und ist so eben nicht allein. Ich bin im Kloster aufgewachsen und genieße das Gemeinsame. Ich wünsche mir, dass es in der Tivoligasse noch mindestens 50 Jahre so weitergeht. Ohne die großartigen Mitarbeiterinnen wären wir nur Leute, die hier im Haus wohnen; durch sie wird aber alles sehr schön“, freut sich Frau Schulz, langjährige Bewohnerin der Tivoligasse über das Jubiläum.
Lange und vielfältige Geschichte der Wohnungslosenhilfe
Die beiden Jubiläen stehen stellvertretend für über 36 Jahre kontinuierlicher Arbeit in der Wohnungslosenhilfe des Wiener Hilfswerks. Über die Jahrzehnte haben sich gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Unterstützungsbedarfe verändert – der zentrale Auftrag ist geblieben: Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht alleine zu lassen und gemeinsam mit ihnen Wege zu Stabilität und Selbstständigkeit zu entwickeln.
Die Wohnungslosenhilfe des Wiener Hilfswerks bietet neben den stationär betreuten Wohnhäusern Tivoligasse, Bürgerspitalgasse und Hausergasse auch das mobil betreute Wohnen, die soziale Wohnungsverwaltung sowie das Kompetenzzentrum LAB65 für junge wohnungslose Erwachsene und weitere Beratungsangebote und -projekte an.
Wiener Hilfswerk
Das Wiener Hilfswerk ist eine gemeinnützige, soziale und neutrale Organisation, die im Bereich der mobilen Pflege- und Sozialdienste, in der Kinderbetreuung sowie in der Wohnungslosenhilfe tätig ist. Es betreibt Tageszentren für Senior*innen, Seniorenwohngemeinschaften, Nachbarschaftszentren, Freizeiteinrichtungen für Menschen mit und ohne Behinderungen sowie Sozialmärkte (SOMA). Mit ihren Sozialökonomischen Betrieben Haus- und Heimservice und SOMA 7 leistet die Organisation auch einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsmarktintegration. Das Wiener Hilfswerk beschäftigt rund 2.000 haupt- und ehrenamtliche sowie freiwillige Mitarbeiter*innen. Weitere Informationen: www.wiener.hilfswerk.at
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T: +43 1 512 36 61-1455, M: +43 664 618 93 13
E: [email protected] / www.wiener.hilfswerk.at
Eva Pilipp – Wiener Hilfswerk
T: +43 1 512 36 61-1454, M: +43 664 840 42 25
E: [email protected] / www.wiener.hilfswerk.at
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