- 13.10.2026, 10:14:02
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Hautpflege und Kosmetik für Männer im AK-Check: Nur drei von 17 Produkten empfehlenswert
Kosmetik- und Hautpflegeprodukte für Männer haben sich von einem Nischenmarkt zu einem Milliardengeschäft entwickelt. Sie tragen Hinweise wie „men“, „homme“ oder „Männer“ und zielen damit unmissverständlich auf potenzielle Kunden ab. 17 dieser Pflegeprodukte hat die AK Oberösterreich gemeinsam mit DIE UMWELTBERATUNG unter die Lupe genommen. Mit einem klaren Ergebnis: Nur drei Produkte sind empfehlenswert.
Konkret bewertete die AK Oberösterreich gemeinsam mit DIE UMWELTBERATUNG, ob die Inhaltsstoffe der getesteten Produkte für die Gesundheit und/oder die Umwelt bedenklich sind. Unter den 17 Männerpflege-Produkten waren sowohl etablierte Handelsmarken wie Nivea oder Sisley als auch Eigenmarken wie bi good von BIPA und Balea von dm. Die Preise reichten von 3,59 Euro (BI CARE Men) bis 268 Euro (Sisley).
Empfehlenswert sind nur drei von 17 Produkten, darunter die beiden billigsten. Sie enthalten keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Neun Produkte gelten als bedingt empfehlenswert. Der häufigste Grund dafür ist, dass sie kennzeichnungspflichtige Duftstoffe wie z.B. Coumarin und Citral enthalten. Diese Duftstoffe müssen aufgrund ihres allergenen Potenzials auf der Verpackung ausgewiesen sein. Sie können bei Menschen mit Allergien oder empfindlicher Haut gesundheitliche Probleme hervorrufen. Erfreulicherweise gibt es Alternativen, die ohne diese kennzeichnungspflichtigen Duftstoffe auskommen.
Fünf Produkte nicht empfehlenswert
Fünf Produkte wurden als nicht empfehlenswert bewertet, da sie Stoffe beinhalten, die für den Menschen und/oder die Umwelt bedenklich sind:
- Kunststoffe gelangen nach dem Abspülen von der Haut in das Abwasser und verbleiben dort lange. Kleinste Kunststoffpartikel (Mikroplastik) können auch Fremdstoffe, die an diesen Plastikteilchen haften, in den Körper einschleusen.
- Methylparaben und Butylhydroxytoluol (BHT) stehen wegen ihrer hormonverdächtigen Eigenschaften auf den „Endocrine-Disruptor-Listen“ nationaler Umweltbehörden, da die Stoffe im Körper wie natürliche Hormone wirken und Gesundheitsprobleme verursachen können. Zum Beispiel steht BHT im Verdacht, die Schilddrüsenfunktion sowie Wachstum und Fruchtbarkeit in Lebewesen einzuschränken. Bei Methylparaben wird vermutet, dass es hormonelle Störungen wie Veränderungen der Geschlechtsorgane bei Tieren verursacht. Da die Stoffe jedoch nur sehr langsam und in minimalen Mengen über die menschliche Haut in die Blutbahn gelangen, stuft die europäische Gesundheitsbehörde EFSA das hormonelle Risiko durch Pflegeprodukte als vernachlässigbar ein.
- Cyclopentasiloxane oder Cyclohexasiloxane sind sehr schlecht abbaubar und reichern sich in Organismen an. Selbst Kläranlagen können das flüssige Silikon kaum filtern, weshalb es eine Gefahr für das Trinkwasser und Wasserorganismen darstellt. Werden diese Stoffe von Lebewesen aufgenommen, werden sie nur sehr langsam wieder ausgeschieden. Dadurch sammeln sie sich nach und nach in Lebewesen an. Sie stehen deshalb auf der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe der EU.
AK-Tipps
- An Tests orientieren: Die AK veröffentlicht regelmäßig Bewertungen von Kosmetikprodukten.
- ToxFox-App nutzen und Produkte auf Inhaltsstoffe scannen. Über den Barcode, der sich auf dem Produkt befindet, identifiziert die App Produkte, die sie empfiehlt oder als gefährlich einstuft – wegen hormonell verdächtiger Schadstoffe, Nanopartikel, PFAS, Mikroplastik und anderer Kunststoffe. Die App kann auf www.bund.net/themen/chemie/toxfox heruntergeladen werden.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.
Rückfragen & Kontakt
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Bianca Karr-Sajtarevic, MSc
Telefon: +43 (0)50/6906-2174
E-Mail: [email protected]
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