• 09.10.2026, 11:47:32
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ÖÄK-Experte zum Welt-Rheuma-Tag: Arthrose-Test ab 40 empfohlen

Neue Erkenntnisse zeigen ganz klar: Je früher die Diagnose, desto besser die Prognose.

Wien (OTS) - 

„Die verschleißbedingte Gelenkerkrankung Arthrose nimmt im Alter deutlich zu und wird uns aufgrund des demografischen Wandels auch in Zukunft noch stark beschäftigen“, streicht Andreas Stippler, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und Fachgruppenobmann in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), anlässlich des Welt-Rheuma-Tags am 12. Oktober hervor. „Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln“, sagt Stippler und appelliert an Betroffene, auch an der Therapie aktiv mitzuwirken.

Zwtl.: Arthrose-Check ab 40

Arthrose ist eine der häufigsten rheumatischen Erkrankungen, bei der es zu einer Schädigung und einem Abbau der Gelenkknorpel und einer Veränderung der angrenzenden Knochen kommt. „Bereits ab dem 40. Lebensjahr können Arthrosen in den Knien und Hüftgelenken beginnen, weshalb ein Arthrose-Check ab dem 40. Lebensjahr sinnvoll wäre“, rät Stippler. Dabei kämen neben Strukturanalysen der Knochen und Gelenke via Röntgen und Ultraschall auch funktionelle Testungen zur Anwendung, bei denen die Muskelkraft und die intramuskuläre Koordination überprüft würden.

Zwtl.: Gute Behandlungsmöglichkeiten bei früher Diagnose

Wird Arthrose diagnostiziert, folgt die entsprechende Behandlung, wobei die Basistherapie alle Arthrose-Patienten bekommen sollten, sagt Stippler. Sie bestehe im Wesentlichen aus Wissensvermittlung und Aufklärung, Ernährungsumstellung und Kräftigungstherapie. Der muskuläre Schutz um die Gelenke sei von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Arthrose-Erkrankung. „Bei der Muskelstärkung geht es aber nicht um Heilgymnastik, sondern um medizinische Kräftigungstherapie, bei der Muskeln mittels sensomotorischer Übungen aufgebaut werden“, präzisiert Stippler.

Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung von Arthrose ist die sogenannte Orthobiologie, deren Ziel die Erhaltung des Gewebes ist. Dabei könne unter Nutzung von Substanzen wie Eigenblut, Hyaluronsäure oder Kollagen, bzw. mit Stammzellen-basierten Verfahren die Heilung des geschädigten Gewebes positiv beeinflusst und dessen Regeneration gefördert werden. „Die Orthobiologie greift sehr früh in die Arthrose ein und versucht die Krankheit zu stoppen oder zu modifizieren“, erklärt Stippler. Neben der Orthobiologie kämen auch Arzneimittel zur Anwendung, die körpereigene Bestandteile der Knorpelmatrix enthielten, wie etwa Glucosamin und Chondroitin.

Zwtl.: Mehr Selbstverantwortung nötig

Großen Einfluss auf den Erfolg einer Therapie habe auch die Bereitschaft der Betroffenen, aktiv daran mitzuwirken. Besonders mit der Lebensstilumstellung könne man sehr viel bei Arthrose erreichen. „Die motivierten Patienten berichten von erstaunlichen Ergebnissen trotz fortgeschrittener Arthrosen“. Durch frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie könnten letztendlich auch viele unnötige Operationen vermieden werden, sagt Stippler.

Rückfragen & Kontakt

Österreichische Ärztekammer/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Ilona Gschmeidler
Telefon: +43 1 51406-3312
E-Mail: [email protected]

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