• 09.10.2026, 10:15:32
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EWE und VERBUND gründen Joint Venture für eines der größten Wasserstoffprojekte Europas.

Oldenburg/Wien (OTS) - 

Die EWE AG und die VERBUND AG werden mit dem Projekt „CHC Elektrolyse JadeWeser“ in der Wesermarsch einen der führenden integrierten Wasserstoff-Hubs Europas entwickeln und damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer integrierten europäischen Wasserstoffwirtschaft leisten. Träger des Projektes wird eine eigenständige Projektgesellschaft sein. Kern des Vorhabens ist ein Elektrolyseur mit einer Leistung von bis zu 500 Megawatt und einer geplanten Produktionskapazität von rund 50.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr. Die Anlage soll an das zukünftige Wasserstoff-Kernnetz angebunden werden und könnte voraussichtlich ab dem Jahr 2032 grünen Wasserstoff für Industrie, Mobilität und den Energiesektor bereitstellen. Durch die Kombination aus Erzeugung, Speicherung und Netzanbindung entsteht ein Projekt mit hoher strategischer Bedeutung für den Wasserstoffhochlauf in Deutschland und Europa.

Die Etablierung des Joint Ventures durch die EWE Hydrogen GmbH und die VERBUND Green Hydrogen GmbH erfolgt in einer Phase, in der sich der Wasserstoffmarkt zunehmend konsolidiert. Nach den ersten Jahren des Markthochlaufs zeigt sich, dass insbesondere diejenigen Projekte erfolgreich umgesetzt werden können, die neben technologischer Kompetenz über belastbare Infrastruktur, gesicherte Standorte, starke Finanzierungspartner und konkrete Vermarktungsperspektiven verfügen.

Genau hierfür bündeln EWE und VERBUND für das gemeinsame Vorhaben ihre komplementären Kompetenzen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Gemeinsam verfügen die Partner bereits heute über Wasserstoffprojekte mit einer Leistung von rund 400 Megawatt, die sich in Umsetzung oder bereits im Betrieb befinden.

„Mit dem Joint Venture schaffen wir die Grundlage für die Umsetzung eines der strategisch wichtigsten Wasserstoffprojekte in Norddeutschland. Für einen erfolgreichen Markthochlauf sind aber weiterhin regulatorische Anpassungen notwendig, wie zum Beispiel die RFNBO-Vorgaben der EU. Darüber hinaus braucht es aber auch starke Partnerschaften. VERBUND und EWE haben in den vergangenen Jahren vielfältige Erfahrungen in großtechnischen Wasserstoffprojekten gesammelt, die wir nun zusammenlegen. Dies zahlt maßgeblich auf die erfolgreiche Umsetzung des Projektes ein“, sagt Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG.

Europäische Partnerschaft für Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung

Das Projekt Elektrolyse JadeWeser ist ein zentrales Element der gemeinsamen Wasserstoffstrategie beider Unternehmen und konsequent europäisch ausgerichtet. Durch die Anbindung an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz sowie die perspektivische Einbindung in zukünftige europäische Wasserstoff-Korridore leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Integration europäischer Energiemärkte und zur Erreichung der europäischen Klimaziele.

Gleichzeitig stärkt die Produktion von grünem Wasserstoff auf Basis heimischer erneuerbarer Energien die europäische Autarkie und reduziert langfristig die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Damit unterstützt das Projekt die Entwicklung eines resilienten, souveränen und wettbewerbsfähigen europäischen Energiesystems.

„Die Energiewende braucht leistungsfähige europäische Partnerschaften. Mit dem Joint Venture bündeln wir die Stärken zweier etablierter Energieunternehmen und schaffen die Voraussetzungen für eine sichere und wettbewerbsfähige Versorgung mit grünem Wasserstoff. JadeWeser ist für uns ein wichtiger Baustein einer künftig europäischen Wasserstoffwirtschaft“, erklärt Michael Strugl, CEO der VERBUND AG.

Standortvorteile schaffen beste Voraussetzungen für Markthochlauf

Die besondere Stärke des Projekts liegt den Kooperationspartnern zufolge in seiner Standort- und Infrastrukturqualität. Prädestinierte Flächen im südlichen Stadtgebiet von Nordenham in der Wesermarsch sind langfristig gesichert. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein leistungsfähiger 380-kV-Netzanschluss mit Ausbauperspektive bis in den Gigawattbereich sowie das zukünftige Wasserstoff-Kernnetz. Hinzu kommen eine gesicherte Wasserverfügbarkeit, bestehende Industrieinfrastruktur sowie die Nähe zu wichtigen Industrie-, Mobilitäts- und Importkorridoren, wie etwa der künftigen Autobahn A20.

Ein entscheidender Vorteil ist zudem der Zugang zu Wasserstoff-Kavernenspeichern beziehungsweise die unmittelbare Nähe zu entsprechenden Speicherinfrastrukturen. Dadurch kann Wasserstoff künftig flexibel gespeichert und bedarfsgerecht bereitgestellt werden. Dies stärkt die Versorgungssicherheit und schafft die Voraussetzungen für eine marktorientierte und wettbewerbsfähige Wasserstoffversorgung.

„Mit dem Projekt JadeWeser entsteht eines der infrastrukturell am besten positionierten Wasserstoffprojekte Europas. Der Standort steht dabei sinnbildlich für die energiewirtschaftliche Transformation in Europa: Neben einem ehemaligen Kernkraftwerk entsteht ein industrieller Knotenpunkt für die Produktion von grünem Wasserstoff. Dies schafft hervorragende Voraussetzungen für eine wirtschaftliche und sichere Wasserstoffversorgung“, sagt Jost Ahrens, Geschäftsführer der VERBUND Green Hydrogen GmbH.

Integrierter Ansatz erhöht Realisierungswahrscheinlichkeit

„Mit CHC Elektrolyse JadeWeser können wir unseren Beitrag zum Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffwirtschaft leisten und die Entwicklung eines großskaligen Wasserstoffprojekts gemeinsam aktiv vorantreiben. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Markthochlauf nicht allein von technologischen Fortschritten abhängt“, sagt Tobias Moldenhauer, Geschäftsführer der EWE HYDROGEN GmbH. Für Projekte mit langen Entwicklungs- und Investitionszyklen seien verlässliche regulatorische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen entscheidend. Dazu zählten insbesondere die Strombezugskosten und die aktuelle Mehrbelastung durch RFNBO-Vorgaben, Netzentgelte und indirekte Emissionskosten. Gleichzeitig brauche es Anreize für die wettbewerbsfähige Nutzung von Wasserstoff in der Industrie, beispielsweise durch geeignete Instrumente zur Kompensierung der Differenzkosten.

„Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft ist kapitalintensiv, langfristig angelegt und gerade im Markthochlauf mit unterschiedlichen Risiken verbunden. Umso wichtiger sind verlässliche strategische Partnerschaften. Mit VERBUND haben wir einen Partner an unserer Seite, der unsere Überzeugung teilt: Grüner Wasserstoff wird ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung der Industrie. Gemeinsam wollen wir dieses Potenzial in einem starken Joint Venture erschließen“, so Moldenhauer.

Kurzporträt EWE
Als innovativer Dienstleister ist EWE in den Geschäftsfeldern Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie aktiv. Mit rund 11.200 Mitarbeitenden und 8,1 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025 gehört EWE zu den großen Energieunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen mit Hauptsitz im niedersächsischen Oldenburg befindet sich überwiegend in kommunaler Hand. Es beliefert im Nordwesten Deutschlands, in Brandenburg und auf Rügen rund 1,4 Millionen Kundinnen und Kunden mit Energie sowie 0,8 Mio. mit Telekommunikationsdienstleistungen. EWE nimmt eine Vorreiterrolle in den Bereichen Versorgungssicherheit, Klimaschutz und digitale Teilhabe ein. Dafür investiert der Konzern in den kommenden Jahren in den Ausbau der Stromnetze, die Erweiterung der Glasfaserinfrastruktur, die Errichtung neuer Windkraftanlagen und ist führend im Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur. Mehr unter: www.ewe.com.

Ansprechpartner für Medien:
Dietmar Bücker
Mobil: 0162 / 1330844
Mail: [email protected]
EWE AG
Tirpitzstraße 39
26122 Oldenburg

Über VERBUND
VERBUND ist Österreichs führendes Energieunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Rund 95 Prozent des Stroms erzeugt das Unternehmen aus erneuerbaren Energien, vorwiegend Wasserkraft. VERBUND handelt in 12 Ländern mit Strom und erzielte 2025 mit rund 4.400 Mitarbeiter:innen ein Konzernergebnis von rund 1.489 Mio. Euro und ein EBITDA von rund 2.737 Mio. Euro. Mit Tochterunternehmen und Partnern ist VERBUND von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 notiert VERBUND an der Börse Wien, 51 % des Aktienkapitals besitzt die Republik Österreich. Weitere Informationen: www.verbund.com

Rückfragen & Kontakt

VERBUND AG
Ingun Metelko
Unternehmenssprecherin
Tel.: +43 (0) - 50313 - 53 748
Mobil: +43 664 380 92 69
mailto: [email protected]

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