• 09.10.2026, 10:13:32
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ÖGB zum Welttag der seelischen Gesundheit: Arbeitsbedingungen müssen sich in den Betrieben ändern

Psychisch bedingte Krankenstände nehmen zu – ÖGB fordert mehr Prävention, ausreichend Personal und Arbeitsbedingungen, die Gesundheit fördern

Wien (OTS) - 

Anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit macht der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) auf die zunehmenden psychischen Belastungen von Arbeitnehmer:innen aufmerksam. Zwar ist die Zahl der Krankenstandstage insgesamt zuletzt leicht zurückgegangen, psychisch bedingte Erkrankungen nehmen jedoch seit Jahren zu. Für den ÖGB ist klar: Wer psychische Gesundheit stärken will, muss auch die Arbeitsbedingungen verbessern.

„Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Menschen ihren Beruf langfristig und gesund ausüben können. Wenn psychisch bedingte Krankenstände zunehmen, ist das ein klares Signal, genauer auf die Belastungen in der Arbeitswelt zu schauen“, sagt Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik im ÖGB.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sich viele Beschäftigte durch steigenden Arbeitsdruck, Personalmangel und die zunehmende Verdichtung der Arbeit belastet fühlen. Frauen stehen vor allem durch Mehrbelastungen wie unbezahlte Care-Arbeit besonders unter Druck.

Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Arbeitsbedingungen, die besser auf unterschiedliche Lebensphasen und persönliche Bedürfnisse abgestimmt sind.

„Psychische Gesundheit darf nicht zur Privatsache erklärt werden. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Belastungen reduziert werden. Dazu gehören ausreichend Personal, planbare Arbeitszeiten und echte Möglichkeiten, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren“, betont Neumayer-Stickler.

Der ÖGB fordert daher:

  • wirksame Maßnahmen zur Vermeidung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz,

  • ausreichend Personal, um Überlastung und Arbeitsdruck zu reduzieren,

  • lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle, die sich an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientieren,

  • Ausweitung der betrieblichen Gesundheitsförderung, die auch die Verhältnisse in den Blick nimmt.

„Gute Arbeit schützt die Gesundheit. Investitionen in Prävention, Gesundheitsförderung und faire Arbeitsbedingungen kommen nicht nur den Beschäftigten zugute, sondern stärken auch die Betriebe und den Wirtschaftsstandort insgesamt“, so Neumayer-Stickler abschließend.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
www.oegb.at

Rückfragen & Kontakt

Mag. Toumaj Faragheh
ÖGB-Kommunikation
Tel.: +43 664 614 518 0
[email protected]
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