- 08.10.2026, 14:59:02
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Grüne/Voglauer zu Ardo: Ein Konzern darf nicht über die Zukunft unseres heimischen Gemüses entscheiden
270 Gemüsebauern betroffen – Grüne fordern Unterstützung, damit weiterhin Gemüse aus Österreich in unseren Supermärkten landet
„Wenn wir im Supermarkt Gemüse aus Österreich kaufen wollen, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass unsere Bäuerinnen und Bauern eine Zukunft haben. Genau die steht jetzt für 270 Gemüsebauern aus dem Marchfeld auf dem Spiel“, sagt Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen, zur geplanten Schließung des Ardo-Werks.
270 landwirtschaftliche Betriebe haben das Werk bisher mit Gemüse beliefert. Jetzt will der Konzern den Standort schließen. Besonders unverständlich ist für Voglauer, dass Ardo das Werk offenbar auch nicht verkaufen will, obwohl es interessierte Investoren gibt und Bund und Land Unterstützung angeboten haben.
„Da stellt sich schon die Frage: Will Ardo verhindern, dass jemand anderer das Werk übernimmt und weiterhin österreichisches Gemüse verarbeitet? Es kann nicht sein, dass ein einzelner Konzern darüber entscheidet, ob unsere Bäuerinnen und Bauern ihre Ernte künftig noch verkaufen können“, kritisiert Voglauer.
Für die Grünen ist deshalb klar: Die Politik muss jetzt handeln. „Wir wollen auch in Zukunft Gemüse aus dem Marchfeld in unseren Supermärkten haben und nicht noch mehr Lebensmittel aus dem Ausland importieren müssen. Deshalb können wir uns gut vorstellen, dass die öffentliche Hand eine Lösung finanziell unterstützt. Das ist kein Geschenk an einen Konzern, sondern eine Investition in unsere Landwirtschaft und unsere Versorgung mit heimischen Lebensmitteln“, erklärt Voglauer.
Auch die großen Supermarktketten sieht sie in der Verantwortung. „Wer mit österreichischer Qualität wirbt, muss auch dafür sorgen, dass österreichisches Gemüse in den Regalen landet. Dafür braucht es jetzt konkrete Zusagen des Handels.“
Langfristig braucht es aus Sicht der Grünen außerdem Lösungen, die unsere Bäuerinnen und Bauern unabhängiger von einzelnen Großkonzernen machen. Eine Möglichkeit wäre eine Genossenschaft, in der die landwirtschaftlichen Betriebe gemeinsam Verantwortung übernehmen und selbst mitentscheiden können.
„Unsere Lebensmittelversorgung ist zu wichtig, um sie allein den Geschäftsentscheidungen internationaler Konzerne zu überlassen. Wir brauchen eine Lösung, die unseren Bäuerinnen und Bauern eine Zukunft gibt und dafür sorgt, dass auch morgen noch Gemüse aus Österreich auf unseren Tellern landet“, hält Voglauer fest.
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