- 08.10.2026, 12:49:02
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Schwindsackl/Eder-Gitschthaler: Aktivpension schafft Anreize für längeres Arbeiten
Leistung soll sich lohnen – auch im Alter, 15.000 Euro jährlich steuerfrei ab 2027
“In Bewegung zu bleiben – geistig wie körperlich – kann dazu beitragen, länger und vor allem mit hoher Lebensqualität zu leben. Dazu gehört für viele Menschen auch die Arbeit als sinnstiftender und erfüllender Teil des Lebens”, betont der steirische ÖVP-Bundesrat und Landesobmann des steirischen Seniorenbundes Ernest Schwindsackl bei der Debatte zur Aktivpension im Bundesrat. “Menschen sollen die Möglichkeit haben, länger aktiv zu bleiben, ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Expertise weiterzugeben und gleichzeitig ihre finanzielle Situation im Alter zu verbessern.” Genau hier setzt die Aktivpension an: “Mit der Aktivpension werden Menschen, die auch nach Erreichen des Regelpensionsalters weiterarbeiten möchten, durch bessere Rahmenbedingungen unterstützt. So bleibt mehr vom zusätzlichen Einkommen übrig”, ergänzt die Salzburger Bundesrätin Andrea Eder-Gitschthaler, die auch Mitglied des Bundespräsidiums des Österreichischen Seniorenbundes ist. “Das ist eine Win-win-Situation – für die Menschen selbst, für die Betriebe und für unsere gesamte Gesellschaft”, sind sich die beiden einig.
"Gerade für die heimischen Betriebe ist die Erfahrung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von großer Bedeutung. In vielen Unternehmen wird die Expertise dieser Menschen dringend gebraucht. Sie verfügen über jahrzehntelange Erfahrung, kennen Abläufe und geben ihr Wissen an jüngere Generationen weiter. Davon profitieren letztlich alle“, so Schwindsackl.
Ab 1. Jänner 2027 soll sich Weiterarbeiten im Pensionsalter finanziell stärker auszahlen. “Bis zu 1.250 Euro Erwerbseinkommen pro Monat – also maximal 15.000 Euro im Jahr – bleiben steuerfrei. Damit setzen wir einen konkreten Anreiz für all jene, die länger arbeiten wollen und können”, so Schwindsackl und Eder-Gitschthaler weiter. Die Regelung soll sowohl für unselbstständig Beschäftigte als auch für Selbstständige gelten. Für Personen mit bereits laufendem Pensionsbezug entfällt zudem der Beitrag zur Pensionsversicherung. Ab 2027 ist die Aktivpension für Frauen, die in der Pension weiterarbeiten, bereits nach 34 Versicherungsjahren möglich, unterstreicht zudem Eder-Gitschthaler. Grundsätzlich gilt eine Mindestversicherungszeit von 40 Jahren für Männer und 34 Jahren für Frauen, wobei eine Übergangsregelung vorgesehen ist. “Bei Frauen starten wir bewusst mit einer niedrigeren Voraussetzung, um insbesondere Zeiten der Kindererziehung zu berücksichtigen”, erklärt Eder-Gitschthaler.
Kritik übt Schwindsackl an der Haltung der Opposition: “Auch FPÖ-Chef Herbert Kickl hat im Sommergespräch gesagt, dass Menschen, die länger arbeiten können und wollen, dies auch nach 65 tun können sollen und es dafür steuerliche Anreize braucht. Umso unverständlicher ist es, wenn einige Wochen später die Nationalräte der FPÖ hier im Hohen Haus gegen eine Maßnahme stimmen, die genau diesem angekündigten Ziel entspricht.”
“Diese Bundesregierung arbeitet für die Menschen in unserem Land nach einem klaren Prinzip: Leistung muss sich lohnen. Mit der Aktivpension schaffen wir einen konkreten Anreiz, damit Menschen ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre Arbeitskraft auch über das Regelpensionsalter hinaus einbringen können – freiwillig und zu besseren finanziellen Rahmenbedingungen.” Beide dankten zudem der Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, Ingrid Korosec, die sich ebenfalls mit großem Einsatz für die Aktivpension stark gemacht hat. (Schluss)
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