- 08.10.2026, 11:21:32
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FPÖ – Brückl: „Bildungskompass darf kein PR-Instrument für Wiederkehr werden“
„Wiederkehr täuscht künstliche Geschäftigkeit vor, während die echten Probleme an unseren Schulen ungelöst bleiben“
„In Wahrheit täuscht NEOS-Bildungsminister Wiederkehr wieder einmal eine künstlich erzeugte Geschäftigkeit vor. Tatsache ist aber, dass er in seinem Ressortbereich kaum noch Bewegendes weiterbringt, weil ihm für seine bildungspolitischen Vorhaben zunehmend die Zustimmung seiner Koalitionspartner fehlt. Jetzt wird jede Kleinigkeit genutzt, um den Eindruck zu erwecken, dass zumindest irgendetwas weitergeht. Der Bildungskompass ist dafür ein bezeichnendes Beispiel. Wiederkehrs Politik folgt keinem klaren Bildungsverständnis, sondern ist geprägt von permanentem Aktionismus und medialen Ankündigungen“, erklärte FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl anlässlich der Präsentation des neuen Bildungskompasses.
„Der Bildungskompass kann grundsätzlich ein sinnvoller Schritt sein, wenn er endlich jene Transparenz schafft, die Eltern seit Jahren zu Recht einfordern. Wir wollen aussagekräftige und vergleichbare Daten, denn Schulen müssen sich an Leistung, Qualität und Entwicklung messen lassen und dürfen sich nicht hinter wohlklingenden Selbstdarstellungen verstecken. Wo Unterschiede klar sichtbar werden, entsteht auch der notwendige Wettbewerb, damit Schwächen behoben, gute Standorte gestärkt und erfolgreiche Modelle zum Vorbild werden. Entscheidend ist daher, dass nicht geschönte Profile, sondern harte Fakten auf den Tisch kommen“, so Brückl.
„Eltern müssen erkennen können, wie es an einem Schulstandort tatsächlich um das Leistungsniveau, die Grundkompetenzen, den Deutschförderbedarf, den Unterrichtsausfall und die personelle und sachliche Ausstattung bestellt ist. Nur dann kann ein solcher Bildungskompass seinem Namen auch gerecht werden. Transparenz darf nicht dort enden, wo es für das NEOS-geführte Ministerium unangenehm wird. Wer es mit besserer Bildung ernst meint, darf vor Transparenz, Vergleich und Wettbewerb nicht zurückschrecken“, betonte der freiheitliche Bildungssprecher.
Gleichzeitig dürfe der Bildungskompass nicht darüber hinwegtäuschen, dass die entscheidenden Probleme des österreichischen Bildungssystems weiterhin ungelöst seien. „Wir brauchen keine weiteren Hochglanzprojekte, wenn gleichzeitig Lehrer fehlen, Unterricht ausfällt, Pädagogen zunehmend belastet sind und immer mehr Kinder die Schule mit unzureichenden Grundkompetenzen verlassen. Gerade beim Lehrermangel reiht Wiederkehr seit Monaten Ankündigung an Ankündigung, während die tatsächlichen Belastungen an den Schulen bestehen bleiben“, kritisierte Brückl.
„Das österreichische Bildungssystem braucht keine weitere PR-Offensive, sondern eine echte Leistungsoffensive. Wir brauchen ausreichend qualifizierte Lehrer, konsequente Deutschförderung, die Vermittlung von Lesen, Schreiben und Rechnen sowie klare Leistungsstandards. Das sind die Grundlagen für einen erfolgreichen Bildungsweg und nicht immer neue Schlagworte und Ankündigungsprojekte. Wenn der Bildungskompass dazu beiträgt, diese Realität transparent abzubilden, dann ist er zu begrüßen. Wenn er hingegen lediglich dazu dient, die politische Geschäftigkeit des NEOS-Ministers zu inszenieren, während die tatsächlichen Probleme ausgeblendet werden, dann ist er nichts anderes als ein weiteres PR-Instrument“, so Brückl.
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