- 08.10.2026, 11:00:34
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Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien
Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung
Das Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu und damit wird die Bestimmung im Tierschutzgesetz schlagend, dass über den Schweine-Vollspaltenboden entschieden werden muss. Auch im eben erst erlassenen Urteil des Handelsgerichts zur SPAR-Klage gegen den VGT wurde die Richterin deutlich: „[der Schweine-Vollspaltenboden geht] mit im Vergleich zu ökologischer Haltung höheren Verletzungs- und Mortalitätsraten sowie vermehrt schmerzhaften Gelenken, Wunden an Hufen, Lungenentzündungen, Leberwürmern und Klauenverletzungen bei den Tieren einher“. Deshalb gibt es ein von der Regierung finanziertes Stroh-Schweine Projekt IBeSt+ mit 29 teilnehmenden Betrieben, das bis November die Daten liefern soll, warum Stroh für Schweine notwendig ist, um genau die vom Gericht festgestellten Verletzungen und Krankheiten der Tiere zu verhindern.
Der VGT stand heute vor den Parteizentralen von ÖVP, SPÖ und NEOS und zeigte Fotos von Schweinen auf Vollspaltenboden von 2010 bis 2025. Nichts hat sich verbessert. Ebenso legten die Aktivist:innen des VGT das wörtliche Zitat aus dem Tierschutzgesetz vor, das die Regierung verpflichtet, einen neuen Mindeststandard für die Schweinehaltung festzulegen. Nur bei den NEOS sprach eine Funktionärin mit den Demonstrant:innen und stimmte ihnen völlig zu, dass der Vollspaltenboden abgeschafft werden muss.
VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Selbst die weder dem VGT noch dem Tierschutz besonders zugeneigte Richterin im SPAR-Prozess musste aufgrund der Beweislage und der Einvernahme von Expert:innen zugeben, was für eine Katastrophe der Vollspaltenboden für die Schweine ist. Im Jahr 2022 wurde das Projekt IBeSt+ ins Leben gerufen, um die Wirkung von Stroh auf das Schweinewohl zu untersuchen. Jetzt sind alle diese Versuche, das Ende des Vollspaltenbodens hinauszuzögern, abgelaufen, jetzt ist es Zeit zu handeln. Wir rufen den Parteien ihre diesbezügliche Verantwortung in Erinnerung. Die Not der Schweine muss ein Ende finden!“
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