- 07.10.2026, 14:40:32
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FPÖ – Brückl: „Matura muss wieder etwas wert sein“
„Klarer Leistungsnachweis statt Verwässerung der Reifeprüfung – Universitäten dürfen nicht zum Reparaturbetrieb des Schulsystems werden“
„Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber das Zusammenrechnen der Note ist und war für uns keine Option. Die Matura muss der Türöffner für die akademische Welt sein, daher ist eine klare und nachvollziehbare Leistungsfeststellung unumgänglich“, sagte heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl zu den Ankündigungen von NEOS-Bildungsminister Wiederkehr, bei der Matura künftig wieder stärker auf die tatsächliche Prüfungsleistung zu setzen und die Jahresnote in den Hintergrund rücken zu lassen.
Besonders kritisch sieht der FPÖ-Bildungssprecher die abnehmende Qualität vieler Studienanfänger, die aus seiner Sicht auch eine Folge der verfehlten Bildungspolitik der vergangenen Jahre ist. „Die Matura muss Matura sein und darf keine Tanzkursprüfung werden. Universitäten müssen heute vielfach Defizite von Studienanfängern bei den Grundkompetenzen ‚beheben‘. Das kann und darf nicht die Aufgabe der Universitäten sein. Die Matura muss wieder etwas wert sein. Es braucht daher eine Rückbesinnung auf klare Leistungsstandards, anstatt Schüler ohne ausreichendes Fundament durch das Bildungssystem zu winken“, erklärte Brückl.
„Die Reifeprüfung muss fair, leistungsgerecht und talentorientiert sein. Grundsätzlich muss in der Schule eine tragfähige Wissensbasis geschaffen werden. Gleichzeitig müssen den Schülern im Sinne des lebenslangen Lernens jene Fähigkeiten vermittelt werden, die sie dazu befähigen, sich auch künftig selbstständig Wissen und Kompetenzen anzueignen. Genau dafür braucht es aber ein solides Fundament, das nicht durch eine immer großzügigere Beurteilung ersetzt werden kann“, betonte der FPÖ-Bildungssprecher.
„Gerade angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen brauchen wir mehr denn je tatkräftige, kompetente und arbeitsmarktfitte Jugendliche. Die Matura darf daher kein bloßes Abschlusszeugnis sein, sondern muss tatsächlich dokumentieren, dass ein junger Mensch über jene Kenntnisse und Kompetenzen verfügt, die für den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Berufsleben erforderlich sind. Wer die Matura aufwerten will, muss deshalb bei Leistung, Qualität und verbindlichen Standards ansetzen“, sagte Brückl.
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