- 07.10.2026, 14:34:02
- /
- OTS0146
Neue ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende: Sandra Steiner fordert mehr Macht und Mitsprache für Frauen
ÖGB-Bundesfrauenvorstand wählt langjährige Betriebsrätin, KV-Verhandlerin und IT-Chefverhandlerin zur geschäftsführenden ÖGB Bundesfrauenvorsitzenden
Der ÖGB-Bundesfrauenvorstand hat heute Sandra Steiner mit 100 Prozent zur geschäftsführenden Bundesfrauenvorsitzenden des Österreichischen Gewerkschaftsbundes gewählt. Die langjährige Betriebsrätin, Kollektivvertragsverhandlerin und Chefverhandlerin der IT-Branche will sich insbesondere für Einkommensgerechtigkeit, wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen sowie eine stärkere Vertretung von Frauen in Entscheidungspositionen einsetzen.
„Frauen leisten einen enormen Beitrag für eine funktionierende Gemeinschaft und für den wirtschaftlichen Erfolg dieses Landes. Trotzdem sind sie dort, wo über Geld, Arbeitszeiten, Karrierechancen und Zukunftsfragen entschieden wird, noch immer zu selten vertreten. Das muss sich ändern“, sagt Steiner nach ihrer Wahl.
Die neue ÖGB Bundesfrauenvorsitzende bringt langjährige Erfahrung aus der betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretung mit. Als Betriebsrätin und Kollektivvertragsverhandlerin hat sie sich über viele Jahre für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen eingesetzt. Als Chefverhandlerin der IT-Branche verantwortete sie zuletzt erfolgreiche und richtungsweisende Kollektivvertragsabschlüsse.
„Ich weiß aus meiner gewerkschaftlichen Arbeit: Verbesserungen kommen nicht von allein. Sie werden verhandelt, organisiert und gemeinsam durchgesetzt. Genau dafür stehen Gewerkschaften“, betont Steiner.
Frauen müssen dort mitentscheiden, wo die Zukunft gestaltet wird
Einen zentralen Schwerpunkt ihrer künftigen Arbeit sieht Steiner in der Stärkung von Frauen in allen Bereichen, in denen wichtige Entscheidungen getroffen werden.
„Wer mitentscheidet, gestaltet die Zukunft. Solange Frauen nicht überall dort vertreten sind, wo über Einkommen, Arbeitszeit, Karrierechancen und die Zukunft der Arbeitswelt entschieden wird, werden ihre Interessen zu oft übersehen. Wir brauchen mehr Frauen in Betriebsräten, Führungspositionen, Aufsichtsräten, in der Politik und natürlich auch in den Gewerkschaften.“ Gleichstellung sei deshalb nicht nur eine Frage der Fairness, sondern auch eine Frage von Macht, Einfluss und demokratischer Teilhabe.
Faire Bezahlung und wirtschaftliche Unabhängigkeit
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit wird der Kampf gegen die Einkommensungleichheit zwischen Frauen und Männern sein. Noch immer arbeiten Frauen häufiger in Branchen mit niedrigerer Bezahlung und übernehmen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit. Die Folgen reichen von geringeren Einkommen bis zu niedrigeren Pensionen.
„Frauen verdienen faire Bezahlung für ihre Arbeit. Wir brauchen wirksame Lohntransparenz, klare Regeln und echte Konsequenzen bei Verstößen gegen die Gleichbehandlung. Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist eine Grundvoraussetzung für Gleichstellung.“
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die neue ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende fordert darüber hinaus bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf, Betreuung und Pflege.
„Viele Frauen leisten nach ihrem Arbeitstag eine zweite Schicht. Wir brauchen flexible und leistbare Kinderbetreuung, Arbeitszeiten, die zum Leben passen, Schutz vor Gewalt und Arbeitsplätze, die man gesund bis zur Pension ausüben kann.“
Mit Blick auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz fordert Steiner, Gleichstellung von Anfang an mitzudenken: „Neue Technologien dürfen bestehende Ungleichheiten nicht verstärken. Künstliche Intelligenz ist nur so fair wie die Daten, aus denen sie lernt.“
Abschließend verweist die neue ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende auf die historischen Erfolge der Frauenbewegung: „Die Rechte, die Frauen heute haben, wurden von mutigen Frauen erkämpft. Gleichstellung passiert nicht von allein. Daran werden wir auch in Zukunft mit Nachdruck arbeiten.“
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
www.oegb.at
Rückfragen & Kontakt
ÖGB Kommunikation
Mag. Barbara Kasper
0664/614 5221
[email protected]
https://www.oegb.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






