- 07.10.2026, 11:09:03
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Bioenergie ist Kärntens wichtigster Energieträger
Mit 36 % am Energieverbrauch liegt Biomasse vor Erdöl und Wasserkraft
Hoher Erneuerbaren-Anteil führt zu Rekordwert bei Energieautarkie
Hitze und Dürre setzen Kärntens Wäldern und auch der Wasserkraft zu
Langsamer Ausbau von Photovoltaik und Windkraft
Mit einem Anteil von 36 % am Bruttoinlandsverbrauch Energie ist Bioenergie in Kärnten der wichtigste Energieträger, noch vor Erdöl (32 %) und der Wasserkraft (25 %), informiert der Österreichische Biomasse-Verband anlässlich seines Energiewende-Checks der Bundesländer. Infolge des Ressourcenreichtums an Wald und Wassers gewinnt Kärnten fast zwei Drittel seiner Energie aus erneuerbaren Quellen, als einziges Bundesland besitzt das Burgenland mit 70 % einen höheren Erneuerbaren-Anteil.
88 % der Bioenergie stammen aus Kärntens Wäldern
Im Holzland Kärnten, das über einen Waldanteil von mehr als 61 % und zahlreiche große Sägewerke, z. B. in Sachsenburg, Wolfsberg, Bad St. Leonhard oder Hermagor, verfügt, basieren 88 % der genutzten Biomasse auf Holz. Hackgut, Rinde und Sägenebenprodukte stellen mit einem Beitrag von 42 % das größte Biomassesortiment. Mit 20 % folgt an zweiter Stelle Scheitholz, das überwiegend zur Beheizung in Kärntner Wohnräumen Verwendung findet. Ablauge der Papier- und Zellstoffindustrie, die am Standort Frantschach zur Erzeugung von Prozess- und Fernwärme sowie Strom eingesetzt wird, ist der drittwichtigste biogene Brennstoff (18 %), gefolgt von Pellets (7,6 %) und Biotreibstoffen (5,9 %).
Holzbrennstoffe decken 57 % des Kärntner Raumwärmebedarfs
Bei der Nutzung von Holzbrennstoffen für die Raumwärme ist Kärnten mit deutlichem Abstand die Nummer eins in Österreich: Der Anteil holzartiger Brennstoffe am gesamten Raumwärmebedarf der Haushalte liegt inklusive Fernwärme bei 57 %. Der Einsatz von Heizöl ging zwischen 2003/04 und 2013/14 um 36 % zurück, ist seitdem aber etwa auf dem gleichen Level verblieben, womit Heizöl immer noch 24 % des Raumwärmeverbrauchs der Kärntner Haushalte deckt. Die Anzahl der Ölkessel hat sich in den letzten 20 Jahren etwa halbiert, auf rund 45.000 Stück. Um die Ölheizer beim Ausstieg aus dem derzeit sehr teuren Heizöl zu unterstützen, fördert das Land Kärnten den Kesseltausch von fossilen auf erneuerbare Anlagen mit bis zu 3.000 Ꞓ. Bei einem in den letzten Jahren etwa gleichbleibenden Bestand von circa 7.000 Heizkesseln deckt Erdgas nur 2 % des Kärntner Raumwärmebedarfs. Der Erdgaseinsatz hat sich in den letzten fünf Jahren halbiert.
70 % weniger Treibhausgasemissionen aus Gebäuden seit 1990
Durch den rückläufigen Einsatz von Heizöl und Erdgas als Folge der Umstellung auf klimafreundliche Heizungssysteme haben die Treibhausgasemissionen im Kärntner Gebäudesektor seit 1990 um nahezu 70 % abgenommen. Etwa 64.000 Haushalte in Kärnten setzen auf eine Holzheizung als primäres Heizsystem. Zwischen 2021 und 2025 wurden in Kärnten etwa 13.000 neue Holzzentralheizungen installiert, ziemlich genau doppelt so viele wie in den fünf Jahren zuvor. An die Fernwärme angeschlossen sind mittlerweile fast 90.000 Kärntner Haushalte, die 16,5 % der Kärntner Raumwärme beziehen.
Die komplette Presseaussendung und Abbildungen finden Sie untere folgendem Link:
https://www.biomasseverband.at/bioenergie-ist-kaerntens-wichtigster-energietraeger/
Rückfragen & Kontakt
Österreichischer Biomasse-Verband
Peter Liptay
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