- 06.10.2026, 13:14:32
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WKÖ-Danninger: Neue Systemförderung erster Schritt, EAG umfassend novellieren
Fokus auf Speicher und intelligente Steuerung begrüßenswert – Förderabwicklung wird einfacher – Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz braucht grundlegende Reform
Die Neuaufstellung der Förderung ist ein richtiger erster Schritt. Es ist sinnvoll, nicht mehr nur zusätzliche PV-Anlagen zu fördern, sondern stärker darauf zu achten, was unser Energiesystem tatsächlich braucht. Speicher und intelligente Steuerung gehören deshalb ins Zentrum. Klar ist aber auch: Mit einer neuen Förderung allein ist es nicht getan. Das EAG braucht eine grundlegende Reform“, sagt WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger. Künftig soll nicht mehr die Errichtung einer neuen PV-Anlage im Mittelpunkt der Investitionsförderung stehen. Stattdessen sollen Speichersysteme für neue und bestehende PV-Anlagen unterstützt werden, wenn sie mit einem intelligenten Energiemanagementsystem netz- und systemdienlich betrieben werden. Sonnenstrom kann damit gezielter gespeichert und dann genutzt oder ins Netz eingespeist werden, wenn er gebraucht wird.
Mehr Planungssicherheit bei der Förderung
Auch die geplante Förderabwicklung ist aus Sicht der WKÖ ein Fortschritt. Statt einzelner Fördercalls mit kurzen Zeitfenstern soll ein kontinuierliches, antragsbasiertes Modell kommen. Wie dringend die Änderung ist, zeigte der zweite Fördercall 2026: Nach nur 33 Sekunden waren die Mittel ausgeschöpft. Knapp 28.000 Anträgen standen Mittel für rund 3.000 Projekte gegenüber. „Ein Fördersystem muss Investitionen ermöglichen und planbar machen. Fördercalls, bei denen die Mittel innerhalb weniger Sekunden ausgeschöpft sind, erfüllen diesen Anspruch nicht. Der Umstieg auf ein kontinuierliches Modell ist deshalb richtig“, so Danninger.
EAG insgesamt weiterentwickeln
Die Neugestaltung der Förderung löst jedoch nicht den grundsätzlichen Reformbedarf beim EAG. Aus Sicht der WKÖ braucht es einen Rahmen, der den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent mit der verfügbaren Infrastruktur und den Anforderungen des Energiesystems verbindet. „Die nächste Phase der Energiewende braucht mehr Fördereffizienz, mehr Wettbewerb und deutlich mehr Markt. Dort wo Förderungen notwendig sind, müssen sie zielgerichtet, kosteneffizient und wettbewerblich ausgestaltet sein. Wir müssen Erzeugung, Netze, Speicher und Verbrauch als Gesamtsystem denken und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen schaffen.“, so Danninger abschließend. (PWK509/NIS)
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