• 06.10.2026, 10:38:02
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Pöttinger: Neue EAG-Förderung stellt Speicher und Planungssicherheit in den Mittelpunkt

ÖVP-Energiesprecher: Staatssekretärin Zehetner hat gemeinsam mit Branche tragfähige Lösung erreicht – Breite Mehrheit im Parlament für Umsetzung nötig

Wien (OTS) - 

„Die Neuausrichtung der Investitionsförderung für Photovoltaik-Anlagen hin zu einer Speichersystemförderung ist der richtige Schritt für eine Weiterentwicklung, die Planungssicherheit und Speicher in den Mittelpunkt stellt“, betont ÖVP-Energiesprecher Laurenz Pöttinger zur heutigen Vorstellung der Reform der bisherigen PV-Investitionsförderungen im EAG. Die bisherigen Erfahrungen haben die Notwendigkeit einer neu gedachten Systemförderung deutlich gemacht: So waren die finanziellen Mittel im Rahmen des zweiten Fördercalls 2026 nach nur 33 Sekunden erschöpft – und bei 28.000 Anträgen konnten lediglich 3.000 Projekte berücksichtigt werden. Pöttinger: „Daher braucht es eine Lösung, die für Haushalte, Betriebe und die ausführenden Unternehmen mehr Planbarkeit schafft. Diese hat die Bundesregierung mit Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner als federführende Kraft gemeinsam mit Branchenvertretern nun erreicht.“

Konkret soll die klassische PV-Investitionsförderung künftig durch einen gezielten Speichersystembonus ersetzt werden. Gefördert werden sollen sowohl Speichersysteme für neue PV-Anlagen als auch die Nachrüstung bestehender Anlagen. Voraussetzung ist ein intelligentes Energiemanagementsystem, das den Speicher nach klar definierten Kriterien netz- und systemdienlich betreibt. „Es geht künftig nicht mehr nur darum, möglichst viel Sonnenstrom zu produzieren, sondern diesen Strom intelligent zu nutzen: Er soll gespeichert, verbraucht oder ins Netz eingespeist werden, wenn er im Energiesystem benötigt wird“, so Pöttinger. Gleichzeitig sollen die europäische Wertschöpfung gestärkt und durch die stärkere Ausrichtung auf Speicher und Energiemanagement Systemkosten gedämpft werden.

Auch die Förderabwicklung soll grundlegend geändert werden. „Anstelle einzelner Fördercalls in einer auf Sekunden begrenzten Zeitspanne soll in Zukunft ein kontinuierliches, antragsbasiertes Modell nach der Fertigstellung des Projektes gelten. Das schafft Planungssicherheit und gleichzeitig eine konstantere Auftragslage für Installationsbetriebe und PV-Dienstleister. Auch Projekte mit intelligentem Speicher, die 2026 keine EAG-Förderung erhalten haben und ab 1. November 2026 abgerechnet beziehungsweise in Betrieb genommen werden, sollen 2027 im neuen System umfasst sein“, hält Pöttinger fest. Für die notwendige Änderung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes ist eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat erforderlich, so der ÖVP-Energiesprecher, der abschließend sagt: „Der breite Konsens mit der Branche ist eine wichtige Grundlage. Jetzt braucht es auch eine breite parlamentarische Mehrheit, damit die neue, planbarere und stärker auf die Integration von Sonnenstrom ins Energiesystem ausgerichtete Förderlogik ab 2027 auch umgesetzt werden kann. Und für diese Mehrheit und Unterstützung werben wir.“ (Schluss)

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