• 06.10.2026, 06:00:53
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Greenpeace-Ranking: Wien auf Platz 3 der europäischen Hauptstädte beim Gas-Ausstieg

Wiener Plan für Ausstieg aus fossilem Gas ist ambitioniert, Umweltschutzorganisation fordert mehr Tempo bei Umsetzung

Wien (OTS) - 

Ein aktuelles Greenpeace-Ranking nimmt europäische Hauptstädte im Hinblick auf den Ausstieg aus fossilem Gas unter die Lupe. Wien erreicht den dritten Platz, hinter Stockholm und Paris. Die österreichische Hauptstadt punktet mit einem klaren Ausstiegsziel Gas bis 2040 und Investitionen in das Fernwärmenetz. Sanierungsprojekte, wie der Tausch von Heizungen und der Ausbau erneuerbarer Energien, zeigen in Wien bereits konkrete Erfolge. Noch hakt es am Tempo bei der Umsetzung. Greenpeace fordert deshalb von der Stadt Wien einen verbindlichen Gas-Stilllegungsplan für die Bestandgebiete, sowie volle Landesfördertöpfe für Sanierung und Heizungstausch.

Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich: „Platz 3 im Europa-Vergleich zeigt: Das Ziel stimmt, doch gute Pläne sind nur der erste Schritt. Jetzt müssen umfassende Taten folgen, denn fossiles Gas ist ein Preistreiber und befeuert die Klimakrise. Wien muss volle Geldtöpfe für Sanierung und Heizungstausch garantieren und Gas rasch auch aus Bestandsbauten verbannen.”

Erst kürzlich hat die Stadt Wien die Greenpeace-Deklaration für den Ausstieg aus fossilem Gas unterzeichnet und damit ihr Ziel bekräftigt, fossiles Gas bis 2040 aus dem Heiz- und Kühlbereich zu verbannen. Damit Wien seine Vorreiterrolle festigen und die Wärmewende zügig vollenden kann, fordert Greenpeace von der Wiener Stadtverwaltung den Beschluss weiterer klarer Rahmenbedingungen. Dazu zählt insbesondere ein gesetzlicher Gasstilllegungsplan im Bestand mit einem verbindlichen Enddatum für den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen, um den geordneten Rückbau des Gasnetzes zu regeln und für Eigentümer:innen, Mieter:innen sowie die Wirtschaft verlässliche Planungssicherheit zu schaffen. Darüber hinaus sollte die Stadt Wien die eigenen Fördertöpfe für thermische Sanierungen und den Kesseltausch gezielt aufstocken, um Lücken in der Bundesförderung auszugleichen und allen Bevölkerungsschichten den Umstieg sozial abgefedert zu ermöglichen.

Für den Bericht „Gas-Free cities? European Urban Heat Transition Ranking“ untersuchte Greenpeace insgesamt 15 europäische Hauptstädte. Spitzenreiter Stockholm führt dank eines sehr niedrigen Anteils fossiler Brennstoffe in Gebäuden. Das Mittelfeld bilden unter anderem Berlin, Budapest oder Prag, in denen nur unvollständige Ausstiegsstrategien vorhanden sind. Das Schlusslicht bilden Metropolen wie Rom, Athen und Bukarest, die weiterhin unter fehlender gesamtstädtischer Planung und hoher fossiler Abhängigkeit leiden.

Link zum Bericht: https://bit.ly/4yFlbLK

Inhalte auf einen Blick:
Thema / Anlass: Greenpeace veröffentlicht neues Europa-Ranking zum Ausstieg aus fossilem Gas in Hauptstädten.
Datenbasis / Ergebnis: Von 15 untersuchten Hauptstädten erreicht Wien den dritten Platz hinter Stockholm und Paris. Wien überzeugt mit dem Ausstiegsziel bis 2040, muss aber das Tempo bei der Umsetzung steigern.
Hauptforderung: Die Stadt Wien muss einen gesetzlichen Gas-Stilllegungsplan beschließen und die eigenen Fördermittel für Sanierung sowie Kesseltausch sicherstellen.
Akteur:innen / Adressat: Greenpeace Österreich / Stadt Wien.
Quelle / Material: Greenpeace Österreich / Bericht: https://bit.ly/4yFlbLK

Rückfragen & Kontakt

Jasmin Duregger
Klima- und Energieexpertin
Greenpeace Österreich
Tel: +43 (0) 664 840 3803
E-Mail: [email protected]

Annette Stolz
Leitung Pressearbeit
Greenpeace Österreich
Tel.: +43 (0) 664 612 67 25
E-Mail: [email protected]

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