- 05.10.2026, 09:26:32
- /
- OTS0028
Ausnahmezustand Sommer: ÖH fordert Maßnahmen für Studieren bei Extremhitze
Die extreme Hitze im Sommer hat das Lernen an der Hochschule für viele unerträglich gemacht. Nun liegen Messergebnisse der ÖH vor.
Für viele Studierende kam es während der Juni/Juli-Prüfungswoche in Hörsälen und Bibliotheken zu Sauna-ähnlichen Verhältnissen. Hitzewellen wie jene, die wir diesen Sommer erlebt haben, werden Jahr für Jahr häufiger. Wie auch an den Schulen macht die Hitze vor dem Hörsaal keinen Halt. Die ÖH hat im Juni/Juli Messergebnisse angestellt, nun wurden die Ergebnisse ausgewertet, die Spitzenreiter waren: Die BOKU mit Temperaturen von 33,9°C (gefühlte Temperatur 33°C), die Universität Wien mit 28,7°C (gefühlte Temperatur 32,6°C) und die JKU mit 34,7 °C (gefühlte Temperatur 37°C)
Messungen
Anm.: Bereits ab 23°C ist konzentriertes Lernen kaum mehr möglich. Ab einer gefühlten Temperatur von 30°C müssen Arbeitgeber_innen Kühlungsmaßnahmen setzen.
Das ÖH-Hitzeschutz-Maßnahmenpaket
Zur unmittelbaren Bewältigung der nächsten Hitzewelle fordert die ÖH:
- Einführung einer Hitzeschwelle von 26°, ab welcher Präsenzlehre, Prüfungen und Pflichtübungen in kühlere Räume verlegt, verkürzt oder hybrid angeboten werden müssen. Bei Extremtemperaturen jenseits der 30° soll es auch zu Verschiebung oder Absagung von prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen kommen.
- Aussetzung von Präsenz- / Anwesenheitspflichten an extremen Hitzetagen.
- Trinkwasser- und Sonnencremestationen sowie sogenannte „Coole Zonen“ auf Campus-Geländen
Lang- bzw. mittelfristig ist der Schutz von Studierenden vor der Hitze für die ÖH nur durch ein konsequentes Hitzemanagement an den Hochschulen durchsetzbar. Dazu zählen etwa beschleunigte Sanierungsprogramme und eine Garantie für hitzeresistenten Wohnbau für Studierende.
Zuletzt möchte die Österreichische Hochschüler_innenschaft festhalten, dass Hitzeereignisse in diesem Ausmaß kein „Normal” sind: Sie sind die Manifestation jahrzehntelanger Verfehlungen im Klimaschutz. Auch angesichts des Hitzeschutz von Studierenden spricht sich die ÖH daher seit jeher für konsequenten Klima- und Umweltschutz seitens der Bundesregierung aus und übt in diesem Bereich Druck aus.
Rückfragen & Kontakt
Österreichische Hochschüler_innenschaft
Pepe Loibner
Telefon: +43 664 579 5776
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.oeh.ac.at/presse/
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NHO






