- 02.10.2026, 13:43:02
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Grüne zum Wasserentnahmeregister-Entwurf: Endlich ein erster Schritt, aber wir brauchen raschen konsequenten Hitze- und Grundwasserschutz
Hammer: „Das Wasserentnahmeregister ist überfällig – wir dürfen aber beim Schutz unserer wertvollsten Ressource keine Jahre mehr verlieren.“
Der Umweltsprecher der Grünen, Lukas Hammer, begrüßt grundsätzlich, dass nach langem Warten nun Bewegung in die Transparenz großer Wasserentnahmen kommt. Gleichzeitig übt er scharfe Kritik am viel zu behäbigen Zeitplan der Umsetzung und fordert flankierende, ambitionierte Schritte im Bereich des konsequenten Hitze- und Grundwasserschutzes.
„Es ist ein wichtiges Signal, dass das sprichwörtliche ‚Blackbox‘-System bei industriellen Großentnahmen endlich geöffnet wird. Jahrelang wussten wir zu wenig darüber, wer im Ernstfall wie viel Wasser abzieht“, betont Hammer. „Es ist zu begrüßen, dass der Umweltminister nun endlich konkrete Schritte ankündigt. Doch die drängende Realität der Klimakrise erlaubt uns keinen Zeitlupenmodus.“
Besonders kritisch sieht Hammer den angesetzten Umsetzungshorizont: „Wenn die volle digitale Transparenz erst in vielen Jahren Realität werden soll, hinken wir der Realität der austrocknenden Böden und sinkenden Grundwasserspiegel hinterher. Die Trockenperioden und Hitzewellen der letzten Jahre zeigen, dass wir sofortige Handlungsfähigkeit brauchen und nicht erst ferne Prüftermine und Umsetzungshorizonte“
Zudem reiche ein reines Register allein nicht aus. Hammer fordert eine umfassende Wasser- und Hitzeschutzstrategie, die über bloße Bestandsaufnahme hinausgeht:
- Verbindliche Schranken bei Dürre: Klare, priorisierte Notfallpläne für die Verteilung von Wasser bei akutem Mangel – mit absolutem Vorrang für die menschliche Trinkwasserversorgung.
- Bodenversiegelung stoppen: Jeder versiegelte Quadratmeter heizt unsere Städte auf und verhindert, dass kostbares Regenwasser im Boden versickert und das Grundwasser auffüllt.
- Flussrenaturierung: Wiederherstellung naturnaher Flusslandschaften, um den Abfluss zu verlangsamen und Dürren abzumildern.
- Wasser-Kreislaufwirtschaft: Schrittweise Umstellung von Großverbrauchern auf Regen- und Nutzwasser zur Schonung der Trinkwasserreserven.
„Wasser ist das Lebensmittel Nummer eins und unser wichtigstes Schutzgut im Klimawandel. Ein Register ist der erste, längst überfällige Schritt, jetzt müssen rasch Taten folgen, um unsere Quellen und Grundwasservorkommen krisensicher zu machen“, hält Hammer fest.
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