• 02.10.2026, 11:06:02
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Korosec zu ÖGK-Plänen: „Wer krank ist, braucht einen Arzt, keine Krankensteuer – im System sparen, nicht bei den Patienten!“

Klare Absage von Seniorenbund-Präsidentin zu weiteren Belastungen für Patientinnen und Patienten

Wien (OTS) - 

Eine klare Absage erteilt Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec den bekannt gewordenen ÖGK-Plänen für weitere Belastungen bei Arztbesuchen.

„Selbstbehalte beim Arzt sind nichts anderes als eine Krankensteuer. Die ÖGK will sich offensichtlich auf Kosten der Patientinnen und Patienten sanieren. Das ist keine Sanierung, sondern eine Kostenabwälzung auf die Kranken. Aus der so oft gesprochen Patientenlenkung wird eine Patientenbelastung. Wer krank ist, braucht einen Arzt – keinen Selbstbehalt“, stellt Korosec klar.

Korosec verweist auf die Belastungen, die insbesondere Pensionistinnen und Pensionisten bereits tragen müssen: Der Krankenversicherungsbeitrag wurde von 5,1 auf 6 Prozent erhöht. Das bedeutet 3,3 Mrd. EUR zusätzlich in dieser Legislaturperiode. Krankenbeförderungen kosten mittlerweile 7,55 Euro pro Fahrt, Krankentransporte mit sanitätsdienstlicher Begleitung 15,10 Euro. Beim unentbehrlichen Zahnersatz wurde der Selbstbehalt für regulär Versicherte mit Mai 2026 von 25 auf 30 Prozent erhöht. Und ab 2027 müssen auch Pensionistinnen und Pensionisten erstmals das E-Card-Serviceentgelt von 26,85 Euro bezahlen.

Korosec: „Höhere Beiträge, Krankentransporte, Zahnersatz, E-Card – und jetzt auch noch der Arztbesuch? Die Belastungsgrenze ist erreicht. Es kann nicht sein, dass bei jedem Finanzierungsproblem der ÖGK zuerst die Patientinnen und Patienten zur Kasse gebeten werden.“

Äusserst kritisch sieht Korosec auch die Überlegung, die Kostenerstattung für Wahlarztbesuche zu streichen: „Viele Menschen gehen nicht freiwillig zum Wahlarzt, sondern weil sie keinen oder keinen zeitnahen Kassentermin bekommen. Solange das Kassenangebot nicht ausreichend ist, darf man den Patientinnen und Patienten nicht auch noch die Kostenerstattung streichen. Zuerst muss die Kassenversorgung sichergestellt sein – und nicht den Patienten die nächste Rechnung präsentiert werden.“

Besonders ältere Menschen würden von zusätzlichen Selbstbehalten bei Arztbesuchen getroffen. „Ältere Menschen gehen nicht öfter zum Arzt, weil ihnen langweilig ist, sondern weil sie medizinische Versorgung brauchen. Wer hier zusätzliche finanzielle Hürden aufbaut, trifft genau die Falschen", so Korosec.

Korosec fordert deshalb, bei der ÖGK selbst anzusetzen: „Die Belastungsschraube bei den Patientinnen und Patienten darf nicht immer weiter angezogen werden. Jetzt ist die ÖGK gefordert, bei ihren eigenen Strukturen anzusetzen. Im System sparen – nicht bei den Kranken und nicht bei den Patienten.“

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Österreichischer Seniorenbund
GS Mag. Michael Schleifer
Telefon: +43 (1) 40 126 - 424
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