- 01.10.2026, 12:00:33
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Arbeitsmarkt driftet regional auseinander: AK fordert Impulse gegen das Job-Gefälle
Während das Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS) im September 6.140 offene Stellen meldet, steigt auch die Zahl der Beschäftigungslosen in einzelnen Bezirken deutlich.
Der Kärntner Arbeitsmarkt entwickelt sich regional sehr unterschiedlich. Im September stieg die Zahl der Arbeitslosen (inkl. Schulungsteilnehmer:innen) im Bundesland um 1,2 Prozent auf 18.462 beschäftigungslose Menschen. Hinter diesen Landeszahlen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Bezirken. Während die Arbeitslosigkeit in Hermagor um 8,9 Prozent und in St. Veit an der Glan um 4,1 Prozent zurückging, stieg sie in Wolfsberg um 5,6 Prozent und in Feldkirchen um 5,3 Prozent. Gleichzeitig nahm auch die Zahl der offenen Stellen um 14,5 Prozent auf 6.140 zu. Besonders gefragt sind Arbeitskräfte unter anderem im Bau sowie in Metall- und Elektroberufen.
„Wenn gleichzeitig die Zahl der offenen Stellen stark steigt und in einzelnen Bezirken immer mehr Menschen Arbeit suchen, muss genauer hingeschaut werden. Arbeitsplätze und Arbeitssuchende müssen regional besser zusammengebracht werden“, sagt AK-Präsident Günther Goach. Es brauche deshalb gezielte regionale Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsimpulse. Besonders in Bezirken mit steigender Arbeitslosigkeit müssen Betriebe bei der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen unterstützt werden. Gleichzeitig gilt es, bestehende Mobilitätshürden abzubauen. „Wer Arbeit sucht, darf nicht daran scheitern, dass der passende Arbeitsplatz nur schwer erreichbar ist. Es braucht bessere öffentliche Verkehrsverbindungen, leistbare Mobilität und gezielte Unterstützung beim Weg zum Arbeitsplatz“, so Jürgen Kopeinig, Abteilungsleiter Wirtschafts- und Steuerpolitik.
Regionale Strategien
Die AK fordert daher eine regionale Arbeitsmarktstrategie für Kärnten, die die unterschiedlichen Entwicklungen der Bezirke berücksichtigt. Ziel müsse sein, Beschäftigung vor Ort zu sichern, neue Arbeitsplätze in strukturschwächeren Regionen zu schaffen und gleichzeitig die Vermittlung in bestehende offene Stellen zu erleichtern. Weiters fordert die AK die Mobilität hin zum Arbeitsplatz – und auch wieder zurück – zu sichern, auszubauen und zu attraktivieren (eventuell über Möglichkeiten in der Anpassung der Arbeitszeiten).
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Mirela Nowak-Karijasevic
Arbeiterkammer Kärnten
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