• 01.10.2026, 10:48:33
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ÖGB: Frauenarbeitslosigkeit steigt weiter: Jetzt in Qualifizierung und Beschäftigung investieren

ÖGB-Schuberth: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfen Frauen am Arbeitsmarkt nicht zurückgelassen werden“

Wien (OTS) - 

Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zeigen ein weiterhin schwieriges Bild am österreichischen Arbeitsmarkt. Besonders alarmierend: Die Arbeitslosigkeit von Frauen ist im September erneut um 6,0 Prozent gestiegen, während jene der Männer leicht zurückgegangen ist.

„Das besonders Frauen betroffen sind hängt auch mit der schrittweisen Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters zusammen: Mehr Frauen bleiben zwar länger im Erwerbsleben, gleichzeitig wächst aber auch die Zahl jener, die keinen Arbeitsplatz finden. Diese Entwicklung darf arbeitsmarktpolitisch nicht ignoriert werden", sagt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth.

„Die steigende Arbeitslosigkeit bedeutet für viele Betroffene finanzielle Unsicherheit und erschwert den beruflichen Wiedereinstieg oder die weitere Karriereentwicklung. Gerade deshalb braucht es jetzt gezielte Investitionen in Qualifizierung und Weiterbildung, damit Beschäftigte die Chance haben, sich für die Anforderungen der Zukunft fit zu machen und neue berufliche Perspektiven zu entwickeln“, betont Schuberth.

Frauen seien nach wie vor häufiger in Branchen beschäftigt, die von wirtschaftlichen Schwankungen besonders stark betroffen seien. Gleichzeitig erschweren Betreuungspflichten und mangelnde Unterstützungsmöglichkeiten vielen Frauen die Rückkehr in den Arbeitsmarkt.

Qualifizierungsoffensive notwendig

Aus Sicht des ÖGB muss die aktive Arbeitsmarktpolitik gerade jetzt gestärkt werden. Maßnahmen wie Qualifizierungsprogramme, arbeitsplatznahe Weiterbildung sowie gezielte Unterstützung für Frauen in Zukunftsbranchen seien entscheidend, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und Fachkräfte zu sichern.

„Wer heute in Qualifizierung investiert, stärkt morgen den Arbeitsmarkt. Weiterbildung schützt vor Arbeitslosigkeit und eröffnet neue Chancen. Deshalb wäre es der falsche Weg, gerade jetzt bei arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu sparen“, so Schuberth.

Kinderbetreuung bleibt Schlüssel für Beschäftigung

Fehlende Betreuungsplätze und eingeschränkte Öffnungszeiten sind zudem nach wie vor ein weiteres wesentliches Hindernis für die Erwerbstätigkeit vieler Frauen.

„Wenn wir mehr Frauen in Beschäftigung bringen wollen, müssen Beruf und Familie endlich besser vereinbar sein. Dazu braucht es ausreichend Kinderbetreuungsplätze mit Öffnungszeiten, die mit der Arbeitsrealität der Eltern vereinbar sind“, fordert Schuberth.

„Österreich braucht jetzt Impulse für Beschäftigung, Qualifizierung und soziale Sicherheit. Das ist der beste Weg, um Menschen in Arbeit zu bringen und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken“, schließt Schuberth.

Forderungen des ÖGB:

  • Mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik und Qualifizierung
  • Gezielte Weiterbildungs- und Umschulungsangebote für Frauen
  • Stärkere Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf
  • Ausbau der Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsangebote
  • Beschäftigungsimpulse durch öffentliche und private Investitionen
  • Gute Arbeit und faire Einkommen als Grundlage für wirtschaftliche Stabilität

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
www.oegb.at

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