• 30.09.2026, 13:52:33
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Korosec zum Weltseniorentag: „Ältere Menschen sind keine Last, sondern eine tragende Säule unserer Gesellschaft“

Seniorenbund-Präsidentin fordert Schutz vor Altersdiskriminierung und mehr Mitsprache für die ältere Generation

Wien (OTS) - 

– Anlässlich des Internationalen Tags der älteren Menschen am 1. Oktober richtet Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec einen klaren Appell an die Bundesregierung: „Rund 2,5 Millionen Menschen in Österreich sind über 60 Jahre alt. Sie haben unser Land aufgebaut, pflegen Angehörige, betreuen Enkelkinder und leisten wertvolle Arbeit in Ehrenamt und Gesellschaft. Diese Leistungen verdienen Respekt – und zwar nicht nur in Sonntagsreden, sondern in konkreten politischen Entscheidungen.“

Pensionistinnen und Pensionisten leisten einen wichtigen Beitrag

Auch finanziell trägt die ältere Generation erheblich zum Gemeinwesen bei. Pensionistinnen und Pensionisten leisten trotz ihres Ruhestands einen beträchtlichen Beitrag zum Steueraufkommen. Auf Lohn- und Einkommensteuer entfallen rund 11,0 Milliarden Euro, weitere 10,7 Milliarden Euro kommen über die Umsatzsteuer hinzu. Insgesamt ergibt das eine Steuerleistung von rund 21,7 Milliarden Euro.

„Wer immer wieder von den Kosten der älteren Generation spricht, darf ihre Beiträge nicht ausblenden. Pensionistinnen und Pensionisten sind nicht nur Empfänger staatlicher Leistungen, sondern leisten selbst einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung unseres Gemeinwesens“, betont Korosec.

Hinzu kommen enorme unbezahlte Leistungen: Freiwilligenarbeit und andere unbezahlte Tätigkeiten älterer Menschen betragen rund 9,0 Milliarden Euro. Davon entfallen rund 2,6 Milliarden Euro auf ehrenamtliche Arbeit und rund 6,4 Milliarden Euro auf Pflegeleistungen.

„Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll: Ältere Menschen sind keine Last. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag – finanziell, durch ihre Arbeit für andere und durch ihren Einsatz für unsere Gesellschaft. Diese Leistungen müssen endlich stärker gesehen und anerkannt werden.“

Altersdiskriminierung gesetzlich verbieten

Oberste Priorität hat für Korosec ein gesetzliches Diskriminierungsverbot aufgrund des Alters. „Gerade bei Digitalisierung und künstlicher Intelligenz darf es null Toleranz gegenüber Altersdiskriminierung geben. Wer kein Smartphone besitzt oder nicht online ist, darf deshalb nicht von Bankgeschäften, Behördenwegen oder Gesundheitsleistungen ausgeschlossen werden.“

Seniorinnen und Senioren müssen stärker mitbestimmen können

Seniorinnen und Senioren müssen bei allen Angelegenheiten, die ihre Lebensrealität betreffen, stärker mitbestimmen können. „Die ältere Generation darf nicht nur Gegenstand politischer Entscheidungen sein, sondern muss selbst an deren Gestaltung beteiligt werden“, betont Korosec.

Dafür brauche es eine deutliche Stärkung des Österreichischen Seniorenrates, der gesetzlichen Interessensvertretung der älteren Generation. „Der Österreichische Seniorenrat muss zu einem echten Sozialpartner aufgewertet werden. Wer rund 2,5 Millionen Menschen vertritt, muss bei Entscheidungen, die diese Generation betreffen, verbindlich eingebunden und gehört werden. Mitsprache darf keine Frage des guten Willens sein, sondern muss strukturell abgesichert werden.

„Der Weltseniorentag ist ein Tag des Dankes – aber auch ein Tag der Verantwortung. Eine Gesellschaft, die ihre älteren Menschen ernst nimmt, ihre Leistungen anerkennt und ihnen Mitsprache ermöglicht, investiert damit auch in ihre eigene Zukunft“, so Korosec abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Generalsekretär Österreichischer Seniorenbund
Mag. Michael Schleifer
Telefon: +43 (1) 40 126 - 424
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.seniorenbund.at

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