• 30.09.2026, 12:42:02
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FPÖ – Kolm zu BIP-Berechnung der Statistik Austria: „Der Staatskonsum wächst fünfmal so stark, der private Konsum tritt auf der Stelle“

Reale Wirtschaftsleistung liegt trotz minimalen Wachstums 2025 noch unter dem Niveau von 2022 – Erzeugerpreise ziehen deutlich an – Kolm fordert Wachstum aus eigener Kraft

Wien (OTS) - 

Die heute von der Statistik Austria veröffentlichte Jahresrechnung weist für 2025 ein reales BIP-Wachstum von 0,7 Prozent aus. FPÖ-Wirtschaftssprecherin NAbg. Dr. Barbara Kolm warnte davor, daraus eine Trendwende abzuleiten: „Nach zwei Rezessionsjahren mit minus 0,7 und minus 0,3 Prozent liegt die reale Wirtschaftsleistung auch 2025 noch unter dem Niveau von 2022. Drei Jahre ohne Nettowachstum sind keine Erholung, sondern verlorene Jahre für Wohlstand und Arbeitsplätze.“

„Entscheidend ist, woher das Wachstum kommt. Der öffentliche Konsum legte real um 2,0 Prozent zu, der Konsum der privaten Haushalte nur um 0,4 Prozent. Wenn der Staatskonsum rund fünfmal so stark wächst wie der private Konsum, ist das kein selbsttragender Aufschwung. Staatsausgaben erscheinen in der Statistik als Wirtschaftsleistung. Bezahlt werden sie mit Steuergeld und mit neuen Schulden, die unsere Kinder abtragen müssen. Ein Wachstum, das der Staat auf Pump selbst bestellt, ist kein nachhaltiger Aufschwung, sondern eine Rechnung an die nächste Generation“, erklärte Kolm und weiter: „Auch der nominelle Wert verdient einen zweiten Blick. Nominell wuchs das BIP nämlich um 3,6 Prozent, real um 0,7 Prozent. Rund vier Fünftel des Zuwachses sind Preissteigerung, nicht zusätzlicher Wohlstand.“

Ermutigend sei die Entwicklung bei Maschinen und Fahrzeugen, bei denen die Investitionen 2025 real um fast zehn Prozent zulegten. „Das zeigt, dass Unternehmer investieren, sobald sich auch nur ein Spalt öffnet. Umso schwerer wiegt, dass die Bauinvestitionen erneut um 2,9 Prozent geschrumpft sind und der Wohnbau stark rückläufig ist“, sagte Kolm.

„Bemerkenswert ist auch die Situation am Arbeitsmarkt. Die Zahl der unselbständig Beschäftigten stagnierte 2025, der gesamte Beschäftigungszuwachs kam von den Selbständigen. Wenn Betriebe trotz Wachstum kaum zusätzliche Mitarbeiter einstellen, liegt das auch an den Kosten jeder neuen Stelle. Kaum etwas wird in Österreich so hoch besteuert wie Arbeit“, kritisierte die FPÖ-Wirtschaftssprecherin.

Wie fragil die Lage bleibt, zeigen für Kolm die ebenfalls heute veröffentlichten Erzeugerpreise für August. „Sie liegen um 4,6 Prozent über dem Vorjahr, bei Energie und Vorleistungsgütern jeweils um 7,2 Prozent. Was heute die Produktion verteuert, zahlen erfahrungsgemäß morgen die Konsumenten. Österreich braucht kein staatswirtschaftliches Wachstum auf Rechnung künftiger Steuerzahler, sondern Wachstum aus eigener privatwirtschaftlicher Kraft, nämlich niedrigere Abgaben auf Arbeit und Energie, weniger Regulierung und eine konsequente Ausgabenbremse beim Staat. Dann kommt die private Dynamik zurück, und auch der private Konsum wächst wieder, weil den Menschen mehr von ihrem eigenen Einkommen bleibt“, betonte Kolm.

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