• 30.09.2026, 10:13:03
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Jugendliche von schwacher Konjunktur nach wie vor betroffen: AK ruft Landespolitik und AMS zum wirksamen Gegensteuern auf

Linz (OTS) - 

Als Folge der anhaltend schwachen Konjunktur steigt die Arbeitslosigkeit in Österreich seit dem Frühsommer 2023 an. „Ein guter Ausbildungsplatz ist das beste Fundament für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben, der sich über das gesamte Arbeitsleben hinweg positiv auswirkt“, betont AK-Präsident Andreas Stangl. Hingegen ist bei Jugendlichen, die keine Lehrstelle bzw. Beschäftigung finden, die Gefahr brüchiger Erwerbskarrieren und wiederkehrender Arbeitslosigkeit in späteren Jahren sehr groß. Landespolitik und AMS Oberösterreich müssen daher gegensteuern.

Betriebe, die einen hohen Fachkräftebedarf beklagen, sind gefordert, nachhaltig in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Handeln müssen aber auch die Landespolitik und das AMS. Und zwar mit maßgeschneiderten Beratungs-, Unterstützungs- und Ausbildungsangeboten, die sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren.

Zur Veranschaulichung: Ende August 2026 waren in Oberösterreich 9.451 junge Menschen unter 25 Jahre auf der Suche nach einem Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz (1.136 lehrstellensuchend, 5.054 arbeitslos und 3.261 in einer AMS-Schulung). Das sind um 4,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gegenüber August 2023 hat sich die Zahl sogar um mehr als 1.300 Jugendliche erhöht.

Den höchsten Anstieg an Jugendlichen ohne Beschäftigung innerhalb eines Jahres verzeichnete der Bezirk Rohrbach (von 204 auf 273; +33,8 Prozent), gefolgt von Perg mit +17,5 Prozent (von 382 auf 449) und Wels mit +15,6 Prozent (von 932 auf 1.077). Nur in fünf der 15 oberösterreichischen Bezirke ging deren Zahl leicht zurück, in allen anderen erhöhte sie sich. Besonders auffällig: Die Zahl der Jugendlichen, die eine Lehrstelle suchen, stieg in Oberösterreich innerhalb eines Jahres um 10 Prozent auf 1.136. Im Bezirk Rohrbach betrug der Anstieg der Lehrstellensuchenden sogar 262,5 Prozent (von 16 auf 58), gefolgt von Wels mit einem Anstieg von 53,3 Prozent (von 105 auf 161).

Lediglich in sechs von 15 Bezirken gibt es weniger Lehrstellensuchende als im Vorjahr. Den größten Rückgang gab es im Bezirk Gmunden mit -40,4 Prozent auf 28 Jugendliche. Entgegen dem OÖ-Trend gehört Gmunden auch zu jenen Bezirken, in denen die Zahl der beschäftigungslosen Jugendlichen leicht zurückgegangen ist (von 429 auf 424).

„Die mit unserem AK-Ausbildungsfonds geförderten Pilotprojekte zeigen, welch großes Potenzial die Jugendlichen haben. Die Landespolitik ist nun gemeinsam mit dem AMS gefordert, den jungen Menschen passende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu bieten und ihnen so eine Perspektive zu geben“, so AK-Präsident Andreas Stangl, für den die notwendige Aufstockung der Budgetmittel von AMS und Land Oberösterreich für Jugendbeschäftigungsprojekte eine wichtige Investition in die Zukunft ist. Mehr Engagement erwartet sich der AK-Präsident auch von den Betrieben. Sie sollen mehr junge Menschen zu Fachkräften ausbilden und auch Jugendlichen mit nicht so guten Noten oder Jugendlichen mit gesundheitlichen Problemen eine Chance geben.

Rückfragen & Kontakt

Arbeiterkammer Oberösterreich
Isabell Falkner
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E-Mail: [email protected]
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