- 30.09.2026, 08:07:02
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GBH-Muchitsch: Nach der Industriestrategie jetzt eine Baustrategie – ROT-WEISS-ROT
Muchitsch begrüßt Felbermayr-Vorstoß – EU-Budgetspielraum für Sanierung nützen, leistbares Wohnen schaffen, Infrastruktur modernisieren
„Wer die Konjunktur ankurbeln will, muss beim Bau ansetzen. Das sagen wir seit Jahren – nun bestätigt das auch der WIFO-Chef“, sagt GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch. Er begrüßt den Vorstoß von WIFO-Chef Gabriel Felbermayr, nach der Industriestrategie eine eigene Baustrategie zu erarbeiten. Aus Sicht der Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) braucht diese drei klare Schwerpunkte.
Sanieren – EU-Budgetspielraum nützen
Die EU-Kommission eröffnet den Mitgliedstaaten im Rahmen der Budget-Ausnahmeklausel zusätzlichen Spielraum für Investitionen in die Energiesicherheit – dazu zählt auch die thermische Sanierung. Nach Berechnungen des Momentum Instituts stünden Österreich damit rund 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung.
Damit ließen sich rund 1.600 Kindergärten und 1.300 Schulen thermisch sanieren. Das bringt rund 4 Milliarden Euro Wertschöpfung und 35.000 neue bzw. abgesicherte Arbeitsplätze. Gleichzeitig könnte der CO₂-Ausstoß um rund 300.000 Tonnen sinken – das entspricht 5,1 Prozent der Emissionen des Gebäudesektors.
„Diesen Spielraum dürfen wir nicht liegen lassen. Wir müssen aber auch vorhandene Mittel besser einsetzen und die EU-Möglichkeiten voll nützen. Das schafft Arbeit, senkt Energiekosten, schützt Kinder in Schulen und Kindergärten vor extremer Hitze und hilft dem Klima. Und für uns ist klar: Thermische Sanierungen dürfen nicht zu höheren Mieten führen“, so Muchitsch.
Leistbares Wohnen
Es braucht bedarfsorientierten, geförderten und leistbaren Wohnraum. „Die Mittel der Wohnbauförderung müssen dort ankommen, wo sie hingehören: im Wohnbau“, fordert Muchitsch.
Infrastruktur modernisieren
Investitionen in eine moderne und klimafitte Verkehrsinfrastruktur sichern Beschäftigung in allen Regionen und müssen fixer Bestandteil einer Baustrategie sein.
ROT-WEISS-ROT vergeben
Entscheidend ist für Muchitsch auch, wie investiert und vergeben wird: „Jeder Euro Steuergeld am Bau muss möglichst viel Beschäftigung, Wertschöpfung und Lehrlingsausbildung in Österreich auslösen. Das heißt: regionale Betriebe stärken, Bestbieter statt Billigstbieter und Beschäftigung in Österreich. Mit unserem Vergabekatalog ROT-WEISS-ROTE VERGABEN liegen die rechtskonformen Vorschläge längst auf dem Tisch.“
„Sanieren, leistbares Wohnen schaffen, Infrastruktur modernisieren und ROT-WEISS-ROT vergeben: Das sind Investitionen, keine laufenden Ausgaben. Jeder Euro am Bau sichert Arbeitsplätze und fließt über Steuern und Sozialversicherungsbeiträge teilweise wieder zurück. So stärkt eine Baustrategie Konjunktur, Klima und Beschäftigung gleichzeitig“, so Muchitsch abschließend.
Service: Der Vergabekatalog ROT-WEISS-ROTE VERGABEN steht als Download zur Verfügung: gbh-news.at/leitfaden
Über die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH)
Die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) ist die österreichische Gewerkschaft für über 250.000 Beschäftigte im Bau-, Holz- und Steinbereich. Sie verhandelt Kollektivverträge, setzt sich für faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit ein und kämpft für faire öffentliche Vergaben sowie konsequent gegen Lohn- und Sozialdumping. Ziel ist der Schutz der Beschäftigten und fairer Wettbewerb für jene Betriebe, die sich an die Regeln halten. Bundesvorsitzender der GBH ist Josef Muchitsch. Weitere Informationen auf www.gbh.at
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