- 29.09.2026, 12:40:32
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FPÖ – Brückl: „OECD bestätigt strukturellen Lehrermangel – Junglehrer-Flucht ist die Quittung für Wiederkehrs PR-Politik“
„69 Prozent jener Lehrer, die den Beruf verlassen, sind noch keine fünf Jahre im Dienst – Wiederkehr muss endlich die Ursachen bekämpfen“
„Wenn fast ein Zehntel der Junglehrer den Beruf wieder verlassen will beziehungsweise verlässt, ist das ein unübersehbares Warnsignal. NEOS-Bildungsminister Wiederkehr kündigt heute erneut an, dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssten, damit junge Lehrer langfristig im Beruf bleiben und der Lehrberuf attraktiv bleibt, aber in Wahrheit ignoriert er die harte Realität an unseren Schulen völlig. Wenn die OECD nun auch bestätigt, dass wir einen hohen Lehrermangel haben, dann ist die Flucht der jungen Pädagogen die direkte Quittung für das politische Versagen des Ministers seit seinem Amtsantritt“, erklärte FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl.
„Besonders alarmierend ist, dass 69 Prozent jener Lehrer, die den Beruf freiwillig verlassen, weniger als fünf Jahre Berufserfahrung haben. Damit zeigt sich deutlich, dass wir nicht nur ein Problem haben, ausreichend junge Menschen für den Lehrberuf zu gewinnen, sondern vor allem auch eines damit, sie dauerhaft im Beruf zu halten. Die OECD-Daten zeigen zudem, dass gerade junge Lehrer häufiger von hohem Stress berichten. Bei Lehrern unter 30 ist der Anteil jener, die sich stark gestresst fühlen, höher als bei älteren Kollegen. Das sind keine theoretischen Zahlen, sondern die Realität an unseren Schulen. Der Lehrermangel ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern ein strukturelles Problem. Statt jedoch realistische und nachhaltige Lösungen zur Attraktivierung des Lehrerberufs vorzulegen, reiht NEOS-Bildungsminister Wiederkehr ein Ankündigungsprojekt an das nächste“, kritisierte Brückl, der auch ein modernes Dienstrecht einforderte.
„Anstelle immer neuer Projekte, die an der Lebensrealität der Lehrer vorbeigehen, braucht es eine grundlegende Attraktivierung des Berufs. Dazu gehören bessere Arbeitsbedingungen, eine spürbare Entlastung von Bürokratie und Verwaltung und vor allem mehr Zeit für den eigentlichen Kernauftrag der Schule: die Vermittlung von Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Ebenso notwendig ist es, durch eine konsequente Integrations- und Sprachpolitik die Herausforderungen in den Klassenzimmern zu reduzieren, damit Unterricht wieder in geordnetem Rahmen stattfinden kann“, erklärte Brückl.
„Es ist bezeichnend für die Bildungspolitik der vergangenen Jahre, dass man lieber an Symptomen herumdoktert, anstatt die Ursachen konsequent zu bekämpfen. Wiederkehr muss nun endlich erkennen, dass sich der Lehrermangel nicht mit Ankündigungen beseitigen lässt. Wer junge Lehrer langfristig im Beruf halten will, muss ihnen auch jene Rahmenbedingungen geben, unter denen sie ihren Beruf tatsächlich ausüben können. Die Vielzahl an Ankündigungen des NEOS-Ministers bleibt daher reine Symptombekämpfung und wird das strukturelle Problem des Lehrermangels nicht lösen“, betonte Brückl.
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