• 29.09.2026, 11:56:33
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Parlamentarische Radtour durch Wien ging in die dritte Runde

Abgeordnete, Fahrradbranche und Zivilgesellschaft testen Wiens Radinfrastruktur

Wien (OTS) - 

Die Vorsitzenden des Umweltausschusses, Lukas Hammer, und des Verkehrsausschusses, Wolfgang Moitzi, luden gemeinsam mit Michael Nendwich, Obmann der Sparte Sport- und Freizeitartikel in der Wirtschaftskammer Österreich, am 25. September zur dritten Parlamentarischen Radtour nach Wien. Unter dem Motto „Mit dem Rad zur Arbeit" radelten rund 22 Teilnehmer:innen von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft durch Wien.

Ziel der 2024 als überparteiliche Initiative ins Leben gerufenen Parlamentarischen Radtour ist es, den Austausch zwischen Abgeordneten, der Fahrradbranche und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft zu stärken und Radverkehrsthemen unmittelbar vor Ort erfahrbar zu machen.

„Viele, die im Parlament über die kommende Infrastruktur entscheiden, haben die Radwege selbst noch nie erlebt. Wir wollen mit dieser Initiative zeigen, was der Stand der Dinge ist und wo es noch hakt. Genau das haben wir heuer beim Thema ,Mit dem Rad zur Arbeit‘ wieder erlebt: Immer mehr Menschen steigen auf das Fahrrad um und spüren bereits die Vorteile: Radhighways wie der Nord-Highway machen das Pendeln schneller, sicherer und klimafreundlicher. Doch leider sehen wir, wie Radfahrer:innen noch immer gegenüber dem motorisierten Verkehr benachteiligt werden. So darf Infrastrukturpolitik nicht funktionieren – aktive Mobilität braucht denselben Stellenwert wie motorisierter Verkehr", sagt Lukas Hammer, Umweltausschussvorsitzender.

Im Mittelpunkt der Tour stand dieses Jahr das Radpendeln: Bei den ÖBB am Praterstern wurden Mobilitätsketten und die Fahrradmitnahme in Zügen beleuchtet, von der Fahrzeugausstattung über kundenfreundliche Tarife bis zu barrierefreien Bahnsteigzugängen. Am Steinitzsteg, einer zentralen Pendler:innenroute zwischen dem 21. Bezirk und der Innenstadt, verschafften sich die Teilnehmer:innen ein Bild von den Herausforderungen bei der Sanierung der Nordbrücke, die den Steg künftig jahrelang für den Rad- und Fußverkehr sperren wird. Beim Abschlussstop beim Radhändler Citybiker stand das Dienstrad-Leasing im Fokus, das Beschäftigten steuerlich begünstigten Zugang zu hochwertigen Rädern, E-Bikes und Lastenrädern verschafft. Auf der gesamten Strecke erlebten die Teilnehmer:innen Wiens Radinfrastruktur, von vorbildlichen Abschnitten bis zu Stellen, die noch auf zeitgemäße Gestaltung warten.

„Immer mehr Menschen steigen auf Öffis und das Rad um. Im städtischen Bereich pendeln viele auch mit dem Rad zur Arbeit. Dieser Boom der Fahrradmitnahme hat beispielsweise auch die ÖBB vor Kapazitätsprobleme gestellt. Diese Situation soll aber durch über 300 neue Züge mit deutlich mehr Fahrradabstellplätzen in den nächsten Jahren deutlich verbessert werden. Aber auch gesetzlich tritt mit 1. Oktober eine wesentliche Neuerung ein: E-Mopeds dürfen nicht mehr auf Radwegen unterwegs sein und sorgen so für mehr Sicherheit für RadfahrerInnen“, berichtet Wolfgang Moitzi, Verkehrsausschussvorsitzender.

Michael Nendwich, von der Wirtschaftkammer Österreich, ergänzt: „Das Fahrrad ist nicht nur sportliche Aktivität, Aktivität in der Freizeit und nachhaltige Mobilität, sondern auch Wirtschaftsfaktor. Jedes Jahr werden Fahrräder im Wert von über 1 Mrd. Euro verkauft und das schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich.“

Die Parlamentarische Radtour findet jährlich statt und soll auch künftig als überparteiliche Plattform dienen, die den Radverkehr und seine Anliegen nachhaltig im politischen Raum verankern: dort, wo die Entscheidungen für die Infrastruktur von morgen getroffen werden.

Die Route:
Parlament – Ringradweg – Radhighway Praterstraße – ÖBB - Engerthstraße – Floridsdorfer Brücke – Donauinsel – Steinitzsteg – Donaukanalradweg – Alserbachstraße – Spitalgasse – Citybiker.at – Parlament

Teilgenommene Stakeholder:innen:
Radlobby, Pro-Transportrad.at, ARGE Fahrrad/VSSÖ/WKO, Bosch, Firmenradl, Bikeleasing.at, ÖAMTC, ÖBB, VELLO BIKES, Citybiker.at

Fotos:
https://we.tl/t-gPEsYcpaN8Y2sr7u
(Copyright: Karo Pernegger)

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Grüner Klub im Parlament
Telefon: +43-1 40110-6317
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