• 29.09.2026, 11:20:33
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FPÖ – Hammerl: „EU ruft bereits zum Energiesparen auf – Österreich nur mit rund 68 Prozent Speicherfüllstand“

Speicher weit vom EU-Ziel entfernt – FPÖ fordert Aktivierung des Krisenmechanismus und Ausbau heimischer Gasförderung

Wien (OTS) - 

Die EU-Kommission reagiert auf die angespannte Lage am Gasmarkt und fordert die Mitgliedsstaaten auf, ihren Energieverbrauch weiter zu reduzieren. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hat die Energieminister dazu aufgerufen, zusätzliche Maßnahmen zur Senkung des Gas- und Stromverbrauchs zu prüfen. Hintergrund sind das knappe weltweite Gasangebot, hohe Preise und die deutlich niedrigeren europäischen Speicherstände vor dem Winter. „Das ist eine völlig andere Botschaft als jene, die ÖVP-Energieminister Hattmannsdorfer seit Wochen in Österreich verbreitet. Er betont laufend, unsere Speicher seien gut gefüllt und für den kommenden Winter sei keine Versorgungskrise zu erwarten. Gleichzeitig bereitet Brüssel die Mitgliedsstaaten bereits darauf vor, ihren Gas- und Stromverbrauch zu reduzieren“, sagte heute FPÖ-Energiesprecher NAbg. Paul Hammerl.

Europa startet mit nur rund 70 Prozent Speicherfüllstand in die Heizperiode und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Österreich kommt derzeit auf rund 68 Prozent. Das Saisonhoch dürfte damit praktisch erreicht sein. Mit Beginn der Heizperiode ist damit zu rechnen, dass wieder mehr Gas ausgespeichert als eingespeichert wird und die Füllstände zurückgehen. Zudem bedeute ein österreichischer Speicherstand von 68 Prozent nicht, dass diese Gasmenge Österreich zur Verfügung stehe. „Nur weil Gas in Österreich liegt, gehört es noch lange nicht dem österreichischen Markt. Große Mengen gehören internationalen Händlern und können in ganz Europa eingesetzt werden. Der reine Speicherstand sagt daher wesentlich weniger über unsere Versorgungssicherheit aus, als Hattmannsdorfer glauben machen will“, erklärte Hammerl.

Der FPÖ-Energiesprecher bekräftigte seine Forderung, dass sich die schwarz-rot-pinke Regierung auf EU-Ebene für eine Nutzung des in den Regeln zum Ausstieg aus russischem Gas vorgesehenen Krisenmechanismus einsetzen solle. Dieser ermöglicht eine Aussetzung der Importbeschränkungen. Gleichzeitig sprach sich Hammerl für einen Ausbau der heimischen Gasförderung aus. „Wenn die EU Ende September bereits Maßnahmen zur Senkung des Gasverbrauchs vorbereitet, muss die Bundesregierung endlich aktiv werden, und dafür sorgen, dass Österreich durch einen langen und kalten Winter kommen kann. Einfach immer wieder auf den Speicherstand zu verweisen, ist da zu wenig“, betonte Hammerl.

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