• 29.09.2026, 09:55:32
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ÖGB-Neumayer-Stickler zum Tag der Endometriose: „Betroffene brauchen rasch bessere Versorgung“

In Österreich sind Hunderttausende Frauen von Endometriose betroffen – der ÖGB fordert mehr Information, schnellere Diagnosen und bessere Kassenleistungen.

Wien (OTS) - 

Endometriose zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Frauen, wird aber noch immer zu oft zu spät erkannt und unzureichend behandelt. In Österreich leiden laut Menstruationsbericht mindestens 300.000 Frauen an Endometriose oder berichten über entsprechende Beschwerden. Der ÖGB fordert daher eine bessere Versorgung und mehr Bewusstsein für frauenspezifische Gesundheit.

„Für viele Betroffene beginnt ein langer Leidensweg, weil ihre Schmerzen bagatellisiert werden und es oft Jahre dauert, bis eine Diagnose gestellt wird. Das ist nicht hinnehmbar. Frauen brauchen raschen Zugang zu guter medizinischer Abklärung, Behandlung und Unterstützung“, sagt Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik im ÖGB.

Beschwerden ernst nehmen

Typisch für Endometriose sind starke Unterleibsschmerzen, insbesondere rund um die Menstruation. Die Beschwerden können jedoch auch während oder nach dem Geschlechtsverkehr auftreten und in den Rücken oder die Beine ausstrahlen. Häufig kommen weitere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Verdauungsprobleme hinzu.

„Endometriose ist mehr als nur eine schmerzhafte Regelblutung. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die den Alltag, das Privatleben und die Erwerbsarbeit massiv beeinträchtigen kann. Deshalb ist es umso wichtiger, die Beschwerden ernst zu nehmen und Betroffene nicht mit ihren Schmerzen allein zu lassen“, so Neumayer-Stickler.

Bessere Versorgung sicherstellen

Viele Betroffene befinden sich im erwerbsfähigen Alter und müssen ihre gesundheitlichen Beschwerden mit den Anforderungen ihres Arbeitsalltags vereinbaren. „Sind die Beschwerden so stark, dass Betroffene nicht arbeiten können, ist selbstverständlich ein Krankenstand möglich. Langfristig braucht es jedoch eine bessere medizinische Versorgung und soziale Unterstützung“, klärt Neumayer-Stickler auf.

Der ÖGB fordert eine gezielte Stärkung der gynäkologischen Versorgung, mehr Information über frauenspezifische Erkrankungen und raschere Diagnosen. Zudem müssen Kassenleistungen weiterentwickelt werden, damit notwendige Untersuchungen und Behandlungen allen Betroffenen ohne finanzielle Hürden zugänglich sind.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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Mag. Toumaj Faragheh
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Tel.: +43 664 614 518 0
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