- 29.09.2026, 09:00:48
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Freudentag für Kröten: Baubeginn Amphibienschutztunnel Hanslteich
1. Bauphase eingeleitet: VGT erfreut über rasche Durchführung
Seit 10 Jahren kämpfen Tierschützer:innen verzweifelt um das Überleben jener Amphibien, die jedes Frühjahr zum Hanslteich zum Laichen wandern. Koordiniert durch den VGT wurde das Projekt 7 Jahre lang mittels Zaun-Kübel-Methode*, die den ehrenamtlichen Helfer:innen sehr viel abverlangt hat, betreut. Tausende Tiere, darunter auch der stark bedrohte Alpenkammmolch, wurden so vor dem sicheren Überfahrenwerden gerettet. Gleichzeitig hat der VGT sich im Bezirk für den Bau eines fixen Tunnelleitsystems eingesetzt. Denn die Amphibien wandern nicht nur im Frühjahr – im Sommer verlassen die kleinen Babykröten und -frösche ihr Geburtsgewässer und überqueren ebenfalls die gefährliche Straße. Und im Herbst brechen die wechselwarmen Tiere in ihre Winterquartiere auf. Diese Wanderungen können nicht alle von freiwilligen Helfer:innen abgedeckt werden. Zu zeitintensiv und auch gefährlich ist die Betreuung der Zäune an der stark befahrenen Straße.
Der lange und zehrende Einsatz wird jetzt belohnt: im Februar sagte der Bezirksvorsteher von Hernals, Peter Jagsch (SPÖ) den Tierschützer:innen zu, dass der Bau der neuen Amphibienschutzanlage Hanslteich noch heuer vonstatten gehen solle. Jetzt war der Startschuss für den Bau der Anlage mit insgesamt 5 Tunneldurchlässen, die sich im 17. Bezirk in der Neuwaldegger Straße vom Kreisverkehr Marswiese bis zum Parkplatz des Restaurant Klee am Hanslteich erstreckt. Auch am Schottenhof, wo ehrenamtliche Helfer:innen seit vielen Jahren mittels Zaun-Kübel-Methode Tiere retten und der VGT sich ebenfalls für ein fixes Leitsystem stark gemacht hat, ist eine Schutzanlage bereits fast fertiggestellt. Die Tunnel wurden mittels EU-Förderung querfinanziert und helfen nicht nur den Amphibien – auch Reptilien, Kleinsäuger und andere Wildtiere wie Füchse und Dachse können so gefahrlos die Straße queren.
Für die Amphibien ist diese Anlage die letzte Rettung. In ganz Österreich und weltweit sind die Zahlen im Sturzflug begriffen. Seit vielen Jahren machen Tierschützer:innen auf diese dramatische Entwicklung aufmerksam. Inzwischen sind nicht nur seltene Molche und Frösche gefährdet – auch die allseits beliebte Erdkröte, das häufigste und robusteste Amphib Österreichs, kämpft ums Überleben. Das immer heißere Klima entzieht ihnen die Lebensgrundlage, der Mensch zerstört ihre Laichgewässer, und durch das Insektensterben verliert sie wertvolle Nahrung. In Hernals und Penzing wurden die Hilfeschreie dieser faszinierenden Tiere nun gehört.
Projektleiterin Mag.a Heidi Lacroix war gestern beim „Spatenstich“ dabei: „Neben der Rettung von Tieren, die alle auf der Roten Liste stehen, setzt Hernals heute ein wichtiges Zeichen – ein Zeichen, dass das Artensterben und der Tierschutz uns alle angehen. Und dass wir wirklich etwas tun können! Amphibien haben keine Lobby, sie sind nicht kuschelig und weich, sie sterben unbemerkt von den meisten. Aber sie sind ein wichtiger Teil unseres Ökosystems und sogar nützliche Helfer im Garten. Wir haben die Straßen durch ihr Zuhause gebaut, also müssen wir dafür sorgen, dass sie eine Überlebenschance haben.
Der VGT dankt allen, die sich vor und hinter den Kulissen mit uns für den Bau dieses wichtigen Projekts eingesetzt haben. Heute haben die Tiere gewonnen.
“
Mehr zum Projekt unter vgt.at/amphibienschutz
* Das Projekt wird begleitet und unterstützt von der Stadt Wien – Umweltschutz
Pressefotos Spatenstich
Fotos Amphibienprojekt (Copyright für beide: VGT.at)
Rückfragen & Kontakt
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Mag.a Heidi Lacroix
Handy: 0699 160 91 829
Büro: 01 929 14 98
E-Mail: [email protected]
Website: https://vgt.at
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