- 28.09.2026, 15:02:02
- /
- OTS0142
Waitz/Grüne: Förderobergrenze statt Gelder für Adelsfamilien und Agrar-Riesen
Förderobergrenze hilft echten Bäuer*innen
Heute, Montag 28. September 2026, und morgen trifft sich der „Landwirtschaft und Fischerei“-Rat. Ein zentraler Agendapunkt der Minister*innen ist dabei die neue Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
Thomas Waitz, Agrarsprecher der Grünen im Europäischen Parlament und einziger österreichischer GAP-Verhandler, sagt: “In der österreichischen Bundesregierung weiß die linke Hand offenbar wieder einmal nicht, was die rechte tut bzw. sagt. Während Stocker, Hattmansdorfer und Bauer lauthals EU-Budgeteinsparungen fordern, verlangt Totschnig mehr europäisches Geld für unsere Bäuer*innen. Dabei geht es gar nicht um mehr oder weniger Geld, sondern darum, wer es bekommt. Über 99 Prozent der europäischen Höfe erhalten weniger als 100.000 Euro im Jahr, eine Obergrenze träfe also nur den Agraradel, während alle anderen von der Umverteilung profitieren würden. Zur Erinnerung: In den letzten sechs Jahren sind mehr als 71 Millionen Euro aus dem europäischen Bäuer*innen-Budget als „Einkommenshilfe“ an die zweitreichste Familie der Welt geflossen.“
Eine von DeSmog und dem Guardian veröffentlichte Recherche hat ergeben, dass binnen sechs Jahren mehr als 71 Millionen Euro europäische Steuergelder an die Al Nahyans für von ihnen kontrollierte landwirtschaftliche Flächen in Rumänien, Italien und Spanien flossen. Die regierende Königsfamilie der Vereinigten Arabischen Emirate ist die zweitreichste Familie der Welt.
„Eine Förderobergrenze würde dafür sorgen, dass das Geld gezielt dort ankommt, wo es wirklich gebraucht wird. Gelder aus dem Bäuer*innen-Budget sollen an echte Bäuer*innen gehen und nicht weiter die Taschen reicher Adelsfamilien, internationaler Investitionsfonds oder seelenloser Agrarkonzerne stopfen. Es sind die kleinen und mittelständischen Betriebe, die sich um unsere Ernährungssicherheit, um unsere Umwelt und Tierwohl kümmern. Gesundes Essen braucht aber auch gesunde Bäuerinnen und Bauern. Einen Kuhstall kann man nicht auf Betriebsurlaub schicken. Landwirtschaftliche Betriebe brauchen faire Arbeitsbedingungen und gesicherte Arbeitnehmer*innenrechte. Ich erwarte vollsten Einsatz im Rat für unsere heimischen Höfe und eine wirksame Förderobergrenze.“ so Waitz abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Pressesprecherin Thomas Waitz
Ricarda Pfingstl, BA BA MA
Telefon: +32 470 29 89 17
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






