- 28.09.2026, 11:40:03
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ÖAAB-AHS: Sechs Jahre Volksschule lösen keine Bildungsprobleme!
Hofer: „Lesen, Schreiben und Rechnen müssen wieder ins Zentrum der Volksschule rücken.“
Der Bundesobmann des ÖAAB-AHS, Matthias Hofer, spricht sich entschieden gegen die Pläne von Bildungsminister Wiederkehr zur Einführung einer sechsjährigen Volksschule aus. „Wer unser Bildungssystem verbessern will, muss früher, gezielter und individueller fördern. Lesen, Schreiben und Rechnen müssen wieder konsequent ins Zentrum der Volksschule rücken“, betont Hofer.
Eine generelle Verlängerung der Volksschulzeit sei keine Lösung für bestehende Bildungsdefizite. „Entscheidend ist nicht, wie lange ein Kind die Volksschule besucht, sondern ob es am Ende über die notwendigen Grundkompetenzen verfügt. Strukturen umzubenennen oder zusammenzulegen macht noch keine Bildungsreform. Vielmehr soll dadurch wohl nur die Gesamtschule durch die Hintertür vorbereitet werden“, so Hofer.
Statt neuer Strukturdebatten brauche es wirksame Unterstützungsmaßnahmen für Kinder mit Lernrückständen. „Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen brauchen rasche und gezielte Förderung. Schulmodell-Diskussionen helfen ihnen nicht weiter“, sagt Hofer.
Besonders wichtig sei es, Defizite frühzeitig zu erkennen. „Bereits im Kindergarten müssen Sprachentwicklung, Lernvoraussetzungen und soziale Reife stärker in den Blick genommen und bei Defiziten noch vor Schuleintritt gegengesteuert werden. Wir brauchen starke Volksschulen, starke Mittelschulen und starke Gymnasien – aber sicher keine sechsjährige Volksschule“, so Hofer abschließend.
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