• 28.09.2026, 10:40:32
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Monopol kann Zukunft: Österreich modernisiert das soziale Erfolgsmodell Trafik

Trafiken ermöglichen selbstständiges Unternehmertum und machen Verantwortung mit LICHT INS DUNKEL und FEURO sichtbar

Wien/Vösendorf (OTS) - 

Ein eigenes Unternehmen führen, selbst Entscheidungen treffen und wirtschaftlich unabhängig sein: Für 1.177 Menschen mit Behinderungen macht das österreichische Trafiknetzwerk genau das möglich. Unter dem Motto „Eine Gemeinschaft, die Verantwortung lebt – für Menschen, für Österreich, für die Zukunft“ zeigte das WKÖ-Bundesgremium der Tabaktrafikanten bei der Veranstaltung „Monopol kann Zukunft“ am 26. September 2026 im Eventhotel Pyramide, wie die jüngsten Reformen der Bundesregierung dieses inklusive Unternehmernetzwerk stärken. Gleichzeitig wird der Jugend- und Verbraucherschutz abgesichert.

Inklusion mit wirtschaftlicher Eigenständigkeit

Die Trafiken bilden eines der weltweit bedeutendsten Netzwerke selbstständiger Unternehmerinnen und Unternehmer mit Behinderungen. 1.177 Trafikantinnen und Trafikanten haben einen Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent. Das Trafiksystem ermöglicht wirtschaftliche Selbstständigkeit, ein eigenes Einkommen und einen festen Platz im Wirtschaftsleben. Insgesamt sichern die 4.308 Trafiken rund 12.000 Arbeitsplätze und die Nahversorgung in ganz Österreich.

„Unsere Trafiken zeigen jeden Tag, was Inklusion bedeutet: Menschen führen ihr eigenes Unternehmen, treffen ihre eigenen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung für ihre Kundinnen und Kunden. Diese Verantwortung kann keine App, kein Automat und kein Online-Shop. Genau diese Selbstständigkeit und die gelebte Inklusion wollen wir langfristig sichern“, sagte Otmar Schwarzenbohler, Bundesobmann der Tabaktrafikanten in der WKÖ.

Silvia Schneider moderierte durch den Abend, der von Paralympics-Medaillengewinner Andreas Onea und Trafikant Andreas Schiefer mit der Keynote „Zukunft beginnt im Kopf“ eröffnet wurde. Persönliche Geschichten aus den Trafiken machten deutlich, wie Mut, Gemeinschaft und ein tragfähiges Geschäftsmodell neue Perspektiven schaffen.

„Monopol kann Zukunft“ bot darüber hinaus Gelegenheit zum Austausch mit wichtigen Marktteilnehmern der Branche. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von den Österreichischen Lotterien, Philip Morris Austria, JTI und TOB.

Bundesregierung bringt neue Produkte in kontrollierte Strukturen

Die Bundesregierung reagiert mit der Reform auf einen veränderten Markt. Nikotinpouches wurden mit 1. April 2026 in das Monopolsystem integriert, für E-Zigaretten wurde ein Lizenzmodell geschaffen. Einheitliche Bezugs- und Kontrollregeln sollen Produktqualität, Marktaufsicht und Jugendschutz über alle Vertriebskanäle hinweg stärken.

„Mit der Integration neuer Produkte zeigen wir die hohe Innovationskraft des Tabakmonopols, und verbinden weiterhin Steueraufkommen, wirtschaftliche Planbarkeit und wirksame Kontrolle. Zugleich bietet es einen wirkungsvollen Schutz vor Graumarkt und illegalem Handel. Dieses Modell ist nicht umsonst Vorbild in Europa.“, sagte Finanzminister Markus Marterbauer.

„Sensible Produkte brauchen klare Regeln und nachvollziehbare Vertriebswege und Kontrollen. Trafiken verbinden verpflichtende Alterskontrollen mit einer nachvollziehbaren Lieferkette und regelmäßigen Prüfungen. Dadurch ist gewährleistet, dass Jugend-, Gesundheits- und Verbraucherschutz bei allen tabak- und nikotinhältigen Produkten nicht geschwächt werden.“, erklärte Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Gemeinschaft hilft mit LICHT INS DUNKEL und FEURO

Die Verantwortung der Trafiken endet nicht an der Geschäftstür. Gemeinsam mit LICHT INS DUNKEL nutzt das Bundesgremium rund eine Million Kundenkontakte pro Tag, um Hilfe möglich zu machen. Ab Mitte November sollen eigens gestaltete Powerbanks in den Trafiken erhältlich sein. Spenden sind zudem unkompliziert über die Plattform FEURO möglich. Auch ein Teil der Erlöse ausgewählter Feuerzeuge und Zünder kommt LICHT INS DUNKEL zugute.

„Die Reform ist ein wichtiger Schritt, aber kein Endpunkt. Bei den anstehenden Entscheidungen zum Glücksspiel und bei neuen EU-Regelungen müssen wir die wirtschaftliche Zukunft der Trafiken weiter absichern. Unser Ziel bleibt, Menschen mit Behinderungen selbstständiges Unternehmertum zu ermöglichen und mit Partnern wie LICHT INS DUNKEL gesellschaftliche Verantwortung über die Branche hinaus zu übernehmen“, sagte Otmar Schwarzenbohler, Bundesobmann der Tabaktrafikanten in der WKÖ. (PWK485/DFS)

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