- 25.09.2026, 10:14:02
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FPÖ – Kaniak: „Volles Potenzial der Apotheken endlich für die Gesundheitsversorgung nutzen!“
Medikationsanalyse als Kassenleistung, Auffrischungsimpfungen ermöglichen und wohnortnahe Arzneimittelversorgung absichern
Anlässlich des Weltapothekertages forderte der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak die schwarz-rot-pinke Regierung auf, die österreichischen Apotheken endlich stärker in die Gesundheitsversorgung einzubinden. „Unsere Apotheken sind für hunderttausende Menschen täglich eine der ersten und am einfachsten erreichbaren Anlaufstellen bei Gesundheitsfragen. Wer Ärzte und Ambulanzen entlasten und die wohnortnahe Versorgung stärken will, muss dieses bestehende Potenzial wesentlich besser nutzen“, erklärte Kaniak, der selbst in Laakirchen Apotheker ist.
Ein zentraler Schritt müsse die Medikationsanalyse als Kassenleistung sein. Kaniak hatte diese bereits 2024 eingefordert: „Gerade bei älteren Menschen, die mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen, können Apotheker mit ihrer pharmazeutischen Expertise Wechselwirkungen erkennen, die Arzneimitteltherapiesicherheit verbessern und damit einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit leisten. Eine solche Leistung muss aber auch entsprechend abgegolten werden.“
Handlungsbedarf sieht Kaniak auch beim Impfen. Bereits 2021 brachte er einen parlamentarischen Antrag ein, mit dem Auffrischungsimpfungen bei komplikationsfreien Impfungen durch entsprechend geschultes Personal in Apotheken ermöglicht werden sollten. „Die Bundesregierung kündigt seit Monaten an, die rechtlichen Voraussetzungen für das Impfen in Apotheken schaffen zu wollen. Geschehen ist bisher zu wenig. Gerade bei Auffrischungsimpfungen können Apotheken einen niederschwelligen zusätzlichen Zugang schaffen. Dafür braucht es klare Qualitätsstandards, entsprechende Schulungen und endlich eine tragfähige gesetzliche Grundlage.“
Generell sollten Apotheken stärker bei Prävention, Impfberatung, Medikationsmanagement und weiteren pharmazeutischen Dienstleistungen eingesetzt werden. „Wir brauchen keine ständig neuen Parallelstrukturen. Wir haben mit den öffentlichen Apotheken bereits ein flächendeckendes Netz hochqualifizierter Gesundheitsdienstleister. Dieses müssen wir sinnvoll weiterentwickeln“, betonte der FPÖ-Gesundheitssprecher.
Neue Aufgaben dürften jedoch nicht einfach auf die Apotheken abgewälzt werden. „Wer mehr Leistungen erwartet, muss auch für eine faire Honorierung und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen sorgen. Das gilt insbesondere für Apotheken im ländlichen Raum, deren Erhalt für die wohnortnahe Gesundheitsversorgung unverzichtbar ist“, so Kaniak.
Gleichzeitig müsse die Bundesregierung endlich entschlossener gegen Arzneimittelengpässe vorgehen. Kaniak hatte dazu erst im Juni einen umfassenden parlamentarischen Antrag zur Sicherstellung der Medikamentenversorgung und zur Stärkung des Pharmastandorts Österreich eingebracht. „Die Versorgungssicherheit muss wieder stärker berücksichtigt werden – bei Beschaffung, Preisgestaltung und heimischer Produktion. Es kann nicht sein, dass Patienten vor der Apotheke stehen und notwendige Medikamente nicht verfügbar sind. Gleichzeitig wenden die Apotheken enorm viel Zeit dafür auf, Lieferengpässe zu managen, Ersatzpräparate zu beschaffen und durch entsprechende Bevorratung die Versorgung aufrechtzuerhalten. Auch diese zusätzliche Leistung muss entsprechend berücksichtigt und honoriert werden“, so Kaniak.
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