- 24.09.2026, 13:37:32
- /
- OTS0149
FPÖ – Ragger: „Alt werden, wo man zuhause ist, dafür müssen wir die Regionen stärken!“
Ragger bei internationalem Treffen in Belluno – Austausch mit EU-Kommissionsvizepräsident Fitto über Regionalentwicklung, Inklusion und das „Recht zu bleiben“
Im Rahmen eines internationalen Treffens des europäischen Sozialnetzwerks ELISAN in Belluno diskutierte der freiheitliche Behinderten- und Pflegesprecher sowie ELISAN-Generalsekretär NAbg. Mag. Christian Ragger gemeinsam mit europäischen Verantwortungsträgern über die Zukunft ländlicher Regionen, demografische Veränderungen, soziale Infrastruktur und neue Wege in der Inklusionspolitik. Die Veranstaltung stand unter dem Leitgedanken des „Rechts zu bleiben“ – also der Möglichkeit, auch im ländlichen Raum in der eigenen Heimat leben, arbeiten und alt werden zu können.
Neben ELISAN-Präsidentin María José Rico Llorca, Generaldirektorin des Valencianischen Instituts für Soziale Dienste IVASS, nahmen unter anderem die Soziallandesrätin des Veneto und ELISAN-Vizepräsidentin Paola Roma sowie der steirische Soziallandesrat Hannes Amesbauer am Austausch teil. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Austausch mit Raffaele Fitto, Exekutiver Vizepräsident der Europäischen Kommission für Kohäsion und Reformen. Fitto ist innerhalb der Europäischen Kommission unter anderem für die Kohäsionspolitik und für Investitionen zur Stärkung der europäischen Regionen zuständig.
„Europa darf sich nicht darin erschöpfen, Programme in Brüssel zu beschließen. Entscheidend ist, ob die Mittel am Ende des Tages auch dort ankommen, wo die Menschen leben und wo konkrete Herausforderungen gelöst werden müssen. Gerade ländliche Regionen brauchen Investitionen in soziale Infrastruktur, Pflege, Inklusion, leistbares Wohnen und regionale Entwicklung. Im Gespräch mit Raffaele Fitto ging es daher auch darum, welche europäischen Fördermöglichkeiten dafür besser genutzt werden können“, erklärte Ragger.
Als konkretes Beispiel für neue Ansätze wurde in Belluno die „House of Abilities“ vorgestellt. Das von der Stadt Belluno entwickelte Projekt verbindet soziale Innovation, Barrierefreiheit, die Förderung persönlicher Fähigkeiten und regionale Entwicklung. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch darüber beraten, wie solche Modelle auf andere europäische Regionen übertragen und an regionale Bedürfnisse angepasst werden können.
Für Ragger müsse Sozialpolitik dabei viel stärker mit Regionalentwicklung zusammengedacht werden: „Wenn Pflege, Betreuung, Assistenz, Arbeitsplätze oder geeigneter Wohnraum am Land fehlen, sind Menschen und oftmals ganze Familien gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Genau deshalb ist das sogenannte ‚Recht zu bleiben‘ ein Ansatz, den wir ernst nehmen müssen. Unser Ziel muss sein, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Menschen auch im ländlichen Raum selbstbestimmt leben können.“
Gerade für Österreich und insbesondere für Regionen wie Kärnten und die Steiermark sieht Ragger großes Potenzial im europäischen Erfahrungsaustausch: „Wir müssen nicht jede Lösung selbst neu erfinden. In vielen europäischen Regionen gibt es bereits Projekte, die funktionieren. Unsere Aufgabe ist es, diese Erfahrungen anzuschauen, erfolgreiche Modelle auf ihre Übertragbarkeit zu prüfen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass vorhandene europäische Fördermittel auch tatsächlich für konkrete Verbesserungen vor Ort eingesetzt werden.“
Rückfragen & Kontakt
Freiheitlicher Parlamentsklub
Telefon: 01/40110-7012
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






