• 24.09.2026, 12:58:32
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FPÖ – Brückl: „Sechsjährige Volksschule ist ein ideologischer Kniefall vor der Mittelmäßigkeit!“

„Wiederkehr ignoriert reale Probleme wie Lehrermangel, Sprachdefizite und fehlende Grundkompetenzen – es geht ihm nur um PR-Auftritte und medial inszenierte Ankündigungen“

Wien (OTS) - 

Zu den Plänen von NEOS-Bildungsminister Wiederkehr, ab dem Schuljahr 2027/28 an mindestens fünf noch festzulegenden Standorten einen Schulversuch mit einer sechsjährigen Volksschule zu starten, äußerte sich heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl sehr kritisch. Für Brückl stellt dieses Vorhaben keinen pädagogischen Mehrwert dar, sondern sei vielmehr ein weiterer Schritt in Richtung einer einheitlichen Schulstruktur, bei der bewährte Differenzierungen zunehmend aufgegeben würden. Auch die Tatsache, dass der angekündigte Schulversuch mit den Koalitionspartnern ÖVP und SPÖ nicht abgestimmt sei, spreche sowieso Bände. Für den NEOS-Minister gehe es in Wahrheit nur um PR-Auftritte und medial inszenierte Ankündigungen.

„Dieses NEOS-Projekt für eine sechsjährige Volksschule dient nicht einem pädagogischen Mehrwert, sondern ist ein weiterer Versuch, nach und nach die sozialistische Einheits- und Gesamtschule einzuführen. In Wahrheit ist dieses Vorhaben ein ordentlicher Kniefall vor der Mittelmäßigkeit. Damit will der NEOS-Bildungsminister die notwendige Differenzierung im österreichischen Schulsystem weiter zurückdrängen und Leistungsunterschiede nicht durch gezielte Förderung ausgleichen, sondern durch eine möglichst lange gemeinsame Beschulung verwalten. Das ist der falsche Weg. Kinder brauchen individuelle Förderung, klare Leistungsanforderungen und ein Bildungssystem, das unterschiedliche Begabungen und Interessen ernst nimmt“, erklärte Brückl und fügte hinzu: „Wesentliche wichtige organisatorische und pädagogische Fragen sind völlig ungeklärt und es fehlt an einem überzeugenden Konzept für die praktische Umsetzung.“

Der FPÖ-Bildungssprecher betonte, dass die tatsächlichen Baustellen des österreichischen Schulwesens durch derartige Strukturdebatten nur verdeckt würden. Die Politik müsse sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren. „Die echten Herausforderungen in unserem Bildungssystem liegen nicht in medial inszenierten Reformprojekten und reinen PR-Auftritten, sondern zeigen sich tagtäglich in Österreichs Klassenzimmern. Vor allem in Wien erleben wir die Realität an den Schulen: Einen hohen Anteil an Schülern mit unzureichenden Deutschkenntnissen, massive Herausforderungen für die Lehrkräfte und ein System, das seine Kernaufgabe, nämlich die Vermittlung von Lesen, Schreiben und Rechnen, immer weniger zuverlässig erfüllt. Wenn Wiederkehr diese Probleme nicht in den Griff bekommt, hilft auch eine Verlängerung der Volksschule um zwei Jahre nicht weiter“, stellte Brückl klar.

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