- 24.09.2026, 12:26:03
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ÖGB: Reform der betrieblichen Altersvorsorge bringt Fortschritte – gesetzliche Pension bleibt zentral
Hafenscher: „Mehr Wahlfreiheit braucht klare Regeln und umfassende Information“
Der ÖGB bewertet den Beschluss zur Reform der betrieblichen Altersvorsorge grundsätzlich positiv. Verbesserungen beim Zugang sowie bei Transparenz und Kosten können die zweite Säule der Pension sinnvoll stärken. Klar ist aber: Die gesetzliche Pension bleibt das Fundament der Alterssicherung.
„Dass künftig alle Beschäftigten die Möglichkeit erhalten, Ansprüche aus der Abfertigung NEU in eine Pensionskasse zu übertragen, ist ein sinnvoller Schritt“, sagt ÖGB-Pensionsexpertin Anja Hafenscher. „Entscheidend ist, dass diese Entscheidung freiwillig bleibt und auf verständlicher, unabhängiger Information beruht.“
Positiv sei auch, dass die Abfertigung NEU mit Kapitalgarantie und den bisherigen Auszahlungsmöglichkeiten als sichere Standardoption erhalten bleibt. „Die Abfertigung NEU ist für viele Arbeitnehmer:innen eine wichtige Absicherung. Diese Sicherheit darf nicht geschwächt werden“, so Hafenscher.
Kritisch sieht der ÖGB das neue Veranlagungsmodell ohne Kapitalgarantie. „Höhere Ertragschancen bedeuten immer auch ein höheres Risiko. Beschäftigte müssen klar darüber informiert werden, dass bei einem Verzicht auf Garantien auch Verluste möglich sind“, betont Hafenscher.
Die geplante Senkung der Verwaltungskosten und die Zusammenführung von Vorsorgekonten bewertet der ÖGB positiv. „Weniger Gebühren und mehr Überblick kommen den Arbeitnehmer:innen zugute“, sagt Hafenscher.
Abschließend stellt der ÖGB klar: „Die betriebliche Altersvorsorge kann die gesetzliche Pension ergänzen. Eine verlässliche Alterssicherung muss jedoch auf einer starken gesetzlichen Pension beruhen und darf nicht von Entwicklungen auf den Finanzmärkten abhängen.“
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