- 24.09.2026, 08:00:05
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Sisi als Medienstar und neue Einblicke in die Stadtgeschichte
Sonderausstellung in der Hofburg Innsbruck eröffnet – Erweiterung der Dauerausstellung „Maximilian1“ und neue Publikation zur Entwicklung Innsbrucks
Mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Sisi als Medienstar – Kaiserin Elisabeth im Film und auf der Bühne“ setzt die Hofburg Innsbruck einen neuen Schwerpunkt. Gleichzeitig wird die bestehende Dauerausstellung zu Kaiser Maximilian nach der Sonderausstellung letztes Jahr um zusätzliche Räume zur Stadtentwicklung Innsbrucks erweitert. Eine gemeinsam mit dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck erarbeitete wissenschaftliche Publikation vertieft diesen Themenbereich. Die Buchpräsentation findet am 24. September im Gotischen Keller der Hofburg Innsbruck statt.
Sisi als Medienstar: Kaiserin Elisabeth zwischen Geschichte und Popkultur
Am Mittwochabend wurde die Sonderausstellung „Sisi als Medienstar – Kaiserin Elisabeth im Film und auf der Bühne“ in der Hofburg Innsbruck eröffnet. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des Bildes von Kaiserin Elisabeth im Film und auf der Bühne über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren.
Zur Eröffnung sprachen der stellvertretende Burghauptmann HR Mag. Markus Wimmer, der Kurator der Ausstellung Edmund Franzen sowie der stellvertretende Pressesprecher der Burghauptmannschaft Österreich, Fabian Karner. Eine besondere Ergänzung des Eröffnungsabends war eine Videobotschaft des international bekannten Komponisten Sylvester Levay, der mit dem Musical „Elisabeth“ maßgeblich zur modernen Bühnenrezeption der Kaiserin beigetragen hat.
Die Ausstellung spannt den Bogen von den frühen Stummfilmen der 1920er-Jahre über historische Filmproduktionen und Ernst Marischkas „Sissi“-Trilogie mit Romy Schneider bis zu modernen Filmen, Musicals und weiteren Bühnenproduktionen.
„Die Hofburg Innsbruck ist für diese Ausstellung ein besonders passender Ort. Kaiserin Elisabeth war hier immer wieder zu Gast und schätzte Innsbruck und Tirol als Rückzugsort. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, wie sehr sich das Bild von Sisi im Laufe der vergangenen hundert Jahre verändert hat. Von der historischen Kaiserin bis zur Figur der Popkultur wurde Elisabeth immer wieder neu interpretiert“, sagt Burghauptmann-Stv. HR Mag. Markus Wimmer.
Die Ausstellung setzt sich dabei auch mit aktuellen Darstellungen auseinander und stellt unterschiedliche Zugänge zur Person Elisabeth gegenüber. Damit wird nicht nur die bekannte romantische „Sissi“ der 1950er-Jahre thematisiert, sondern auch die Frage, wie Sisi als historische Persönlichkeiten für Film, Fernsehen und Bühne immer wieder neu interpretiert und einem zeitgenössischen Publikum vermittelt wird.
Die Sonderausstellung ist ab 24. September 2026 bis 11. Jänner 2027 für Besucherinnen und Besucher geöffnet.
Neue Räume zur Stadtentwicklung Innsbrucks
Auch die Dauerausstellung zu Kaiser Maximilian I. wird in der Hofburg Innsbruck erweitert. Im Zuge der letztjährigen Sonderausstellung „Maximilian1 - Kaiserliche Vision und städtische Blüte Innsbrucks“ stehen ab kommender Woche zusätzliche Räume zur Entwicklung Innsbrucks als Residenzstadt zur Verfügung.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Innsbruck von einer spätmittelalterlichen Handelsstadt zu einer repräsentativen habsburgischen Residenzstadt entwickelte. Kaiser Maximilian I. spielte dabei eine zentrale Rolle.
„Mit der Erweiterung der Dauerausstellung wollen wir stärker sichtbar machen, wie eng die Geschichte der Hofburg mit der Entwicklung der Stadt Innsbruck verbunden ist. Wer heute durch Innsbruck geht, begegnet an vielen Stellen noch den baulichen und städtebaulichen Spuren dieser Entwicklung. Die neuen Räume bieten die Möglichkeit, diese Zusammenhänge genauer zu verstehen“, so Burghauptmann-Stv. HR Mag. Markus Wimmer.
Die Erweiterung wird durch eine wissenschaftliche Publikation ergänzt, die gemeinsam von der Burghauptmannschaft Österreich und dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck erarbeitet wurde. Der Band „Glanz und Elend einer Residenzstadt“ von Matthias Egger, Herbert Karner und Lukas Morscher beschäftigt sich mit der Entwicklung Innsbrucks von Maximilian I. bis Maria Theresia und den bis heute sichtbaren Spuren dieser Entwicklung. Neben der städtebaulichen Entwicklung werden auch unterschiedliche Aspekte des Lebens in der frühneuzeitlichen Residenzstadt beleuchtet.
Die Buchpräsentation findet am Donnerstag, 24. September 2026, um 18 Uhr im Gotischen Keller der Hofburg Innsbruck statt. Die Publikation ist bereits erhältlich und stößt auf reges Interesse.
Mit der Sonderausstellung „Sisi als Medienstar“, der Erweiterung von „Maximilian1“ und der neuen wissenschaftlichen Publikation setzt die Hofburg Innsbruck damit zugleich auf unterschiedliche Zugänge zur Geschichte: auf die internationale Wirkung einer historischen Persönlichkeit in Film und Bühne ebenso wie auf die konkrete Entwicklung der Stadt und ihrer historischen Bauten.
Pressefotos der Eröffnung unter: https://www.burghauptmannschaft.at/Service/Presse/Pressefotos.html
Link zum Buch: https://www.uvw.at/produkt/16658/glanz-und-elend-einer-residenzstadt/
Die Burghauptmannschaft Österreich sorgt mit ihren rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die bautechnische Instandhaltung und Betreuung von über 440 historischen Objekten in Österreich, zu denen neben der Hofburg in Wien und Innsbruck weitere historische Anlagen, wie Schloss Belvedere, Kartause Mauerbach, Schloss Ambras sowie die ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen, Gusen, Melk und Ebensee zählen.
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