- 24.09.2026, 07:40:02
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FPÖ – Pfeifer: „Schwarz-Rot-Pink hat auf unsere Lehrlinge vergessen!“
FPÖ-Lehrlingssprecher kritisiert Benachteiligung langjährig Beschäftigter beim Aktivitätsfreibetrag und fordert mehr Anerkennung für Lehrlinge
„Die schwarz-rot-pinke Bundesregierung redet ständig davon, wie wichtig die Lehre für den Wirtschaftsstandort Österreich und für die Zukunft unseres Landes ist. Wenn es aber um konkrete Beschlüsse geht, bleiben jene Menschen, die bereits in jungen Jahren ins Berufsleben einsteigen, wieder auf der Strecke“, kritisierte FPÖ-Lehrlingssprecher NAbg. Manuel Pfeifer den neuen Aktivitätsfreibetrag in seinem gestrigen Debattenbeitrag.
„Der beschlossene Aktivitätsfreibetrag von bis zu 1.250 Euro pro Monat soll Menschen zugutekommen, die nach Erreichen des gesetzlichen Regelpensionsalters weiterarbeiten. Damit werden jedoch gerade jene Arbeitnehmer nicht entsprechend berücksichtigt, die besonders früh ins Erwerbsleben eingestiegen sind.“
„Wer mit 15 Jahren eine Lehre beginnt und 45 Jahre arbeitet, hat mit 60 bereits viereinhalb Jahrzehnte lang seinen Beitrag geleistet. Selbst wenn er weiterarbeitet, kann er den Aktivitätsfreibetrag erst ab dem gesetzlichen Regelpensionsalter nutzen. Das ist aus meiner Sicht das völlig falsche Signal an jene Menschen, die schon als Jugendliche Verantwortung übernommen und jahrzehntelang gearbeitet haben“, so Pfeifer.
„Die Lehre ist ein Erfolgsmodell in Österreich und muss gefördert, gestärkt und weiter ausgebaut werden. Wer sich für eine Lehrausbildung entscheidet und damit früh ins Berufsleben einsteigt, darf gegenüber Personen mit einem späteren Berufseinstieg nicht benachteiligt werden“, stellte Pfeifer klar.
Pfeifer verweist in diesem Zusammenhang auch auf seinen Entschließungsantrag „Mehr Chancen und mehr Flexibilität für Lehrlinge“. Dieser sieht unter anderem vor, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit bei Einhaltung der gesetzlichen Schutzbestimmungen auch Lehrlingen eine vollwertige Vier-Tage-Woche ermöglicht werden kann. Der Antrag wurde im Ausschuss jedoch vertagt.
„Auf der einen Seite beklagen wir den Fachkräftemangel und hören ständig Bekenntnisse zur Aufwertung der Lehre. Auf der anderen Seite werden konkrete Vorschläge für mehr Attraktivität und Flexibilität in der Lehrausbildung auf die lange Bank geschoben. Das passt nicht zusammen“, erklärte Pfeifer.
„Wer 45 Jahre durchgehend gearbeitet hat, hat genug geleistet. Wer mit 15 Jahren eine Lehre beginnt, muss sich darauf verlassen können, dass seine jahrzehntelange Arbeit entsprechend anerkannt wird. Denn wer arbeitet, darf am Ende nicht der Dumme sein“, betonte der freiheitliche Lehrlingssprecher.
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