- 23.09.2026, 11:53:02
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FPÖ – Vilimsky zu Trump-Rede vor UN: „Internationale Institutionen müssen ihre Grenzen kennen!“
„Rückbesinnung auf klar definierte Kernaufgaben statt internationaler Bevormundung und Einmischung“
Die gestrige Rede von US-Präsident Donald Trump vor der UN-Generalversammlung müsse zum Anlass genommen werden, die Rolle internationaler Institutionen und ihre Eingriffe in nationale Entscheidungen kritisch zu hinterfragen, erklärt FPÖ-EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky.
Besonders deutlich wird die politische Sprengkraft internationaler Institutionen am Internationalen Strafgerichtshof (ICC). Dessen damaliger Chefankläger Karim Khan beantragte 2024 einen politisch motivierten und völkerrechtlich höchst fragwürdigen Haftbefehl gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, den die Richter des ICC später erließen. Der Chefankläger Khan selbst wurde im Juli 2026 nach einem monatelangen Untersuchungs- und Disziplinarverfahren wegen schweren Fehlverhaltens, darunter gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Mitarbeiterinnen, seines Amtes enthoben. Der 47. US-Präsident hat damit einen wunden Punkt angesprochen: Internationale Institutionen greifen immer stärker in Bereiche ein, die souveräne Staaten und ihre demokratisch gewählten Regierungen selbst zu entscheiden haben. „Wenn internationale Institutionen derart weitreichende Schritte gegen demokratisch gewählte Staats- und Regierungschefs setzen, müssen sich ihre Spitzenfunktionäre selbst ebenso strengen Maßstäben bei Kontrolle, Transparenz und Verantwortlichkeit stellen. Der Fall Khan zeigt, wie wichtig wirksame Kontrollmechanismen gerade dort sind, wo internationale Funktionäre enorme Macht ausüben“, so Vilimsky.
So intervenierten UN-Sonderberichterstatter 2025 gegen mehrere Executive Orders der Trump-Regierung zur staatlichen Anerkennung des biologischen Geschlechts und zum Frauensport. Auch gegen die amerikanische Abschiebungspolitik wurden UN-Mandatsträger aktiv und forderten die US-Regierung auf, ihre Gesetze und Praxis an internationalen Menschenrechtsstandards auszurichten.
Auch die UNESCO greift Fragen der gesellschaftlichen Integration auf. In ihrer 2026 veröffentlichten Publikation More than Welcome beschreibt sie Integration nicht als einseitige Anpassungsleistung von Migranten, sondern als gemeinsame Verantwortung, die auch Engagement, Lernen und Offenheit der Institutionen und Aufnahmegesellschaften voraussetzt.
„Genau hier stellt sich die grundsätzliche Frage nach den Grenzen internationaler Institutionen. Fragen der Migration, der gesellschaftlichen Ordnung, der Familienpolitik und der kulturellen Identität berühren den Kern staatlicher Souveränität und demokratischer Selbstbestimmung“, erklärt Vilimsky.
„Internationale Zusammenarbeit ist notwendig. Sie darf aber nicht zur internationalen Bevormundung werden. Die Kernaufgaben sind Frieden, Sicherheit und der Schutz grundlegender Menschenrechte – nicht die permanente Einmischung in gesellschaftspolitische Entscheidungen souveräner Staaten. Trumps Rede hat diese Debatte mit aller Deutlichkeit auf die Tagesordnung gesetzt“, so Vilimsky abschließend.
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