- 23.09.2026, 10:04:32
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Videos des österreichischen Parlaments bekommen C2PA-Sicherheitsstandard
Content Credentials sorgen für nachvollziehbare Herkunft der Medien auf www.parlament.gv.at
Wer ein Video des österreichischen Parlaments online auf www.parlament.gv.at ansieht, soll künftig leichter erkennen können, ob es sich tatsächlich um ein Video des Hohen Hauses handelt. Dafür erhalten ab sofort alle neu produzierten Inhalte der Video-on-Demand-Plattform des Parlaments sogenannte C2PA-Content-Credentials. Diese fungieren als digitale Echtheitssiegel, anhand derer Zuschauerinnen und Zuschauer nachvollziehen können, von welcher Quelle ein Inhalt stammt und ob er auf dem Weg zur Veröffentlichung verändert wurde.
"Gerade als öffentliche Institution ist es für uns wesentlich, dass audiovisuelle Inhalte als verlässlich erkennbar bleiben. C2PA schafft dafür mehr Transparenz und macht die Herkunft unserer veröffentlichten Videos technisch nachvollziehbar. Das schafft Vertrauen in unsere Inhalte und stärkt unseren demokratiepolitischen Auftrag", erklärt Parlamentsdirektor Roland Weinert.
Hinter dem neuen Standard steht eine Kooperation des Parlaments mit dem Medientechnologieunternehmen Big Blue Marble, das bereits seit 2020 die Streaming- und Videodienstleistungen für das Parlament verantwortet. "Das Projekt mit dem österreichischen Parlament zeigt eindrucksvoll, wie öffentliche Institutionen neue Standards für digitale Inhalte konkret für sich nutzen können. Für uns steht dabei im Vordergrund, solche Innovationen so in bestehende Systeme einzubinden, dass sie im Regelbetrieb echten Mehrwert schaffen - und C2PA macht genau das", sagt Norbert Grill, CTO von Big Blue Marble.
Neuer Sicherheitsstandard setzt neue Maßstäbe
Die Abkürzung C2PA steht für Coalition for Content Provenance and Authenticity und ist ein offener technischer Standard, der darauf abzielt, die Herkunft digitaler Inhalte zu zertifizieren. Dazu werden im Hintergrund von Videos Content Credentials eingefügt, die Informationen über die Quelle, die Bearbeitung und die digitale Signatur inkludieren. Sie halten also fest, von wem ein Video stammt und welche relevanten Schritte bei seiner Erstellung oder Veröffentlichung durchgeführt wurden. Separate Tools oder aufwändige Bearbeitungsschritte sind dafür nicht notwendig, da die C2PA-Zertifizierung im Rahmen der Aufbereitung für die Veröffentlichung automatisiert erfolgt.
Sicherheit und Glaubwürdigkeit steht im Zentrum
Für das Parlament ist in Zeiten wachsender Desinformation die Glaubwürdigkeit seiner Medienprodukte zentral. Deshalb haben die Parlamentsdirektion und Big Blue Marble bereits im Frühling 2026 in einem Pilotprojekt mit dem ORF und dem Wiener Tech-Scale-Up zerothird erstmals eine TV-Übertragung zwischen dem Parlamentsgebäude und dem ORF-Zentrum quantenkryptografisch abgesichert. Dabei kamen über eine eigene Glasfaserverbindung erzeugte Quantenschlüssel zum Einsatz, um mögliche Eingriffe in diesen Austausch erkennbar zu machen und Manipulationen in Live-Streams zu unterbinden.
Die Einführung von Content Credentials nach dem C2PA-Standard ergänzt diesen Ansatz nun um eine weitere Ebene: Während Quantenkryptografie den Übertragungsweg schützt, macht C2PA die Herkunft und Integrität der veröffentlichten Videos nachvollziehbar. Damit erleichtert das Projekt das Erkennen von Deepfakes, nachträglichen Manipulationen und Desinformation. Es unterstützt das Parlament dabei, seine digitalen Inhalte als verlässliche offizielle Quelle sichtbar zu machen. (Schluss) red
Rückfragehinweise:
Österreichisches Parlament
Karl-Heinz Grundböck
Sprecher der Parlamentsdirektion, Leitung Kommunikation
Telefon: +43 - 1 - 40110 - 2219
E-Mail: [email protected]
Web: https://www.parlament.gv.at
Big Blue Marble
Michael Weber
Corporate Communication
Mobil: +43 664 627 89 06
E-Mail: [email protected]
Web: https://www.bigbluemarble.com
Rückfragen & Kontakt
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